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Mehrere Leichen nach Sinken von iranischem Kriegsschiff vor Küste Sri Lankas geborgen

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Ein verletztes Besatzungsmitglied der gesunkenen "IRIS Dena" Bild: AFP

Vor der Küste Sri Lankas ist am Mittwoch ein iranisches Kriegsschiff aus bislang ungeklärter Ursache gesunken. In der Nähe der gesunkenen Fregatte 'IRIS Dena' seien mehrere Leichen geborgen worden, 148 Matrosen würden noch vermisst.

Vor der Küste Sri Lankas ist am Mittwoch ein iranisches Kriegsschiff aus bislang ungeklärter Ursache gesunken. In der Nähe der gesunkenen Fregatte "IRIS Dena" seien mehrere Leichen geborgen worden, sagte Marinesprecher Buddhika Sampath vor Journalisten. 148 weitere Matrosen blieben vermisst, wie der srilankische Außenminister Vijitha Herath vor dem Parlament sagte. 

Die Fregatte mit 180 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte Herath zufolge am frühen Mittwochmorgen etwa 40 Kilometer südlich der srilankischen Küste einen Notruf abgesetzt. Bei Eintreffen der Rettungsboote der Marine sei das Kriegsschiff bereits vollständig gesunken und nur noch eine Ölspur zu sehen gewesen. Besatzungsmitglieder berichteten von einer Explosion. Das Kriegsschiff hatte demnach zuvor an einer Militärübung im ostindischen Hafen Visakhapatnam teilgenommen. 

32 Iraner seien gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Außenminister. Zwei Schiffe der Marine und ein Flugzeug suchten demnach nach Überlebenden.

Das iranische Schiff sank wenige Tage nach Beginn des Iran-Krieges. Auf die Frage eines Oppositionsabgeordneten im Parlament, ob das Schiff als Teil der anhaltenden US-israelischen Angriffe gegen den Iran angegriffen worden sei, antwortete die Regierung zunächst nicht.   

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

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