Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für in der Golf-Region wegen des Iran-Krieges festsitzende Deutsche ist am Vormittag in Frankfurt am Main gelandet. Die Maschine der Fluggesellschaft Condor kam aus Maskat in Oman.
Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für in Nahost festsitzende Reisende ist in Deutschland eingetroffen. Nach Informationen des Flughafens Frankfurt am Main landete die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort am Freitag kurz vor 11.00 Uhr. Das Flugzeug kam aus Maskat in Oman und war in der Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet. An Bord waren über 200 Menschen, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bekannt gab.
Eigentlich war der Flug bereits am Donnerstagabend in Deutschland erwartet worden. Der Abflug hatte sich jedoch erheblich verzögert. Zahlreiche Flughäfen der Golf-Region sind wegen iranischen Beschusses geschlossen oder im Betrieb stark eingeschränkt, Maskat jedoch nicht. Reisende aus anderen Golf-Staaten wurden vielfach auf dem Landweg dorthin gebracht.
Ein erster Evakuierungsflug aus Maskat war bereits am Donnerstagmorgen in Frankfurt am Main gelandet. An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren nach Angaben von Außenminister Wadephul mehr als 250 Menschen. Ausgeflogen wurden als erstes vulnerable Gruppen, also Kranke, Alte, Schwache, Schwangere und Kinder.
Eine weitere Sondermaschine soll am Freitagabend aus dem Oman nach Frankfurt fliegen, eine vierte am Samstag in Riad landen, um dort Deutsche abzuholen. Es gebe überall im Luftraum noch Einschränkungen, sagte Wadephul am Freitag in Berlin. "Deswegen kann man nie mit Sicherheit vorhersagen, dass all diese Flüge auch gelingen. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg."Â
Der Minister verwies zudem auf eine steigende Zahl von Flügen privater Reiseanbieter. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten würden am Freitag neun solche Flüge nach Deutschland gehen. Das Auswärtige Amt unterstütze Reiseunternehmen und Fluggesellschaften, damit diese weitere Angebote für ihre Kundinnen und Kunden schaffen könnten, betonte Wadephul. "Auch in den nächsten Tagen werden wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass unsere Landsleute aus dem Krisengebiet nach Hause gehen können."
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sprach in Bezug auf die bislang eingeschränkten Rückreisemöglichkeiten von "einer ziemlichen Entspannung". Am Donnerstag habe es insgesamt 60 kommerzielle Flüge aus Nahost Richtung Europa gegeben, mit entsprechenden Weiterreise-Möglichkeiten. Auch hätten mehr als 2000 Passagiere von deutschen Kreuzfahrtschiffen die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen können. Insofern gebe es "eine erhebliche Rückbewegung nach Deutschland", betonte der Sprecher.
