Iran

Iran-Krieg: Söder für stärkere Förderung von deutschem Erdgas

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Markus Söder Bild: AFP

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich dafür aus, die Erdgasförderung in Deutschland voranzutreiben. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten belege die Notwendigkeit, sagte er dem 'Münchner Merkur'.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich dafür aus, die Erdgasförderung in Deutschland voranzutreiben. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten belege die Notwendigkeit dafür, sagte er dem "Münchner Merkur" (Samstagausgabe): "Wir müssen in Deutschland endlich selbst mehr eigene Energie produzieren. Nur so werden wir bei der Energieversorgung unabhängiger." 

Der CSU-Chef verwies auf Erdgasvorräte in Norddeutschland, die "für mehrere Jahrzehnte" reichen würden. "Wir müssten sie nur nutzen", betonte Söder. Andernfalls drohe "eine neue Abhängigkeit von teurem Fracking-Gas aus den USA und den internationalen Lieferwegen". Er fügte hinzu: "Über die internationalen Preise jammern und uns zugleich der Förderung der eigenen Energievorräte grundlegend verweigern", gehe nicht. Der CSU-Politiker sprach sich für einen Energiemix aus - "von den Erneuerbaren Energien über Zukunftstechnologien wie Kernfusion bis zu den Gasvorkommen".

Der Iran-Krieg hat bereits zu Preissprüngen bei Benzin und Gas geführt. Grund ist die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran sowie ein Produktionsstopp von Flüssigerdgas in Katar aufgrund iranischer Raketenangriffe.

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