Die Finanzminister der G7-Staaten wollen bei einem virtuellen Treffen am Montag auch über eine Freigabe von Erdöl aus Notreserven beraten. Das verlautete am Morgen aus französischen Regierungskreisen in Paris.
Die Finanzminister der G7-Staaten wollen bei einem virtuellen Treffen am Montag auch über eine Freigabe von Erdöl aus Notreserven beraten. "Der Rückgriff auf die strategischen Reserven ist eine Option", hieß es aus französischen Regierungskreisen. Die "Financial Times" berichtete, die Internationale Energieagentur solle die Aktion koordinieren. Der Ölpreis liegt wegen des Iran-Kriegs mittlerweile auf dem höchsten Stand seit 2022 bei über 100 Dollar pro Barrel (159 Liter).
Die Internationale Energieagentur (IEA) verpflichtet ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen Netto-Importen entsprechen. Damit sollen Schocks wie ein länger andauernder Konflikt im Nahen Osten abgefedert werden.Â
Grund für den Anstieg der Öl- und Gaspreise ist die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch die iranische Führung. Durch die Meerenge werden etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasproduktion transportiert.Â
Frankreich hatte das Treffen der G7-Finanzminister und Zentralbankchefs in der vergangenen Woche einberufen. Der französische Finanzminister Roland Lescure hatte gesagt: "In einem Konflikt, der derzeit zwar auf eine Region begrenzt ist, aber globale Auswirkungen hat, müssen wir uns selbstverständlich abstimmen."Â
Frankreich hat in diesem Jahr den Vorsitz der G7 inne, der die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien umfasst. Eine erste Sitzung der G7-Finanzminister unter französischem Vorsitz hatte Ende Januar per Videokonferenz stattgefunden.Â
