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München (dts Nachrichtenagentur) - Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen in Deutschland sind auch in der zweiten Woche nach dem Kriegsausbruch im Nahen Osten massiv gestiegen.
Ein Liter Super E10 kostete am Dienstag im bundesweiten Mittel 2,045 Euro und damit 14,8 Cent mehr als vor einer Woche, wie ein Sprecher des ADAC am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur sagte. Der Dieselpreis lag unterdessen durchschnittlich bei 2,188 Euro, das waren sogar 27,1 Cent mehr im Wochenvergleich.
Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Preise werden auch die Rufe nach Maßnahmen der Politik lauter. So fordert etwa Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einen stärkeren Einsatz der Bundesregierung. "Der Benzinpreisanstieg in Deutschland ist durch nichts zu rechtfertigen", sagte Schwesig dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die Bundesregierung solle das kartellrechtlich untersagen.
"Die Alternative dazu ist eine Spritpreisbremse und eine Abschöpfung der Gewinne der Mineralölkonzerne", so die SPD-Politikerin. "Wir haben eine ähnliche Situation wie 2022." Auch damals habe der Staat gehandelt.
Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, spricht sich unterdessen vor dem Koalitionsausschuss dafür aus, dass Tankstellen wie in Österreich nur noch einmal am Tag ihre Preise ändern dürfen. "So ein Vorschlag, finde ich, hat durchaus etwas für sich. Könnte eine gute und schnelle Reaktion sein", sagte Bilger am Mittwoch den Sendern RTL und ntv.
