Unternehmen

Hohe Spritpreise: Griechenland geht gegen Gewinnmitnahmen vor

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Angesichts der stark steigenden Preise für Kraftstoffe hat Griechenland angekündigt, gegen Gewinnmitnahmen von Unternehmen vorzugehen. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sagte in Athen, am Mittwoch werde für die kommenden drei Monate bei Kraftstoffen und eine Reihe von Supermarktprodukten eine Begrenzung der Gewinnspannen eingeführt. Die "wirtschaftlichen Turbulenzen dürfen nicht zu Spekulationen führen", begründete er den Schritt. 

In Frankreich teilte Regierungschef Sébastien Lecornu mit, er habe seine Ministerinnen und Minister um Vorschläge "zum besseren Schutz der Verbraucher vor starken Preisschwankungen" bei Kraftstoffen gebeten. Dabei gehe es vor allem um Vorschläge "zur Begrenzung der Gewinnspannen oder zur Glättung der Preisanstiege und -rückgänge. Gleichzeitig warnte der Premier vor "demagogischen und nutzlosen" Maßnahmen wie einer Senkung der Mehrwertsteuer. Dies hatte die rechtspopulistische Oppositionspartei Rassemblement National (RN) vorgeschlagen.

Kroatien und Ungarn hatten als erste EU-Länder am Montag Preisdeckel für Kraftstoffe eingeführt. In Kroatien darf ein Liter Diesel seit Dienstag demnach höchstens 1,55 Euro kosten, Benzin höchstens 1,50 Euro. Ungarns Regierungschef Viktor Orban hatte zunächst keine konkreten Preise genannt. 

Die Ölpreise und damit die Preise für Benzin und Diesel sind seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar stark gestiegen. Nach einem Rückgang am Dienstag setzte sich die Entwicklung am Mittwoch fort. 

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