Nach der Kommunalwahl in Hessen ist ein Teil der Stimmzettel ausgezählt und liefert eine erste Tendenz. Demnach ist die CDU stärkste Kraft vor SPD und AfD. Das geht aus dem sogenannten Trendergebnis hervor, einem Zwischenstand.
Nach der Kommunalwahl in Hessen ist ein Teil der Stimmzettel ausgezählt und liefert eine erste Tendenz. Demnach ist die CDU stärkste Kraft vor SPD und AfD. Das geht aus dem sogenannten Trendergebnis hervor, einem am Montagmorgen vom Statistischen Landesamt in Wiesbaden veröffentlichten Zwischenstand.
Es berücksichtigt nur diejenigen Stimmzettel, bei denen eine komplette Liste angekreuzt wurde. Stimmzettel, bei denen Wähler oder Wählerinnen die Stimmen verteilten, sind noch nicht ausgezählt. Dem Trendergebnis zufolge legt die CDU leicht zu und kommt auf 29,7 Prozent der Stimmen. Das sind 1,2 Prozentpunkte mehr als bei der Kommunalwahl 2021.
Zweitstärkste Kraft ist die SPD mit 20,2 Prozent, was einen Verlust von 3,8 Prozentpunkte bedeuten würde. Auf Rang drei liegt die AfD mit 15,9 Prozent. Sie legt im Trend stark zu und überholt die Grünen. 2021 kam die AfD noch auf 6,8 Prozent.
Die Grünen verlieren dem Trendergebnis zufolge vier Prozentpunkte und kommen landesweit noch auf 14,4 Prozent. Es folgt die Linke mit 5,8 Prozent - ein Plus von 1,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2021. Die FDP verliert dem Zwischenstand zufolge drei Prozentpunkte und kommt noch auf 3,7 Prozent.
Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei 54,4 Prozent und war damit etwas höher als 2021 mit 50,4 Prozent. Gut 4,7 Millionen Menschen waren am Sonntag zur Kommunalwahl aufgerufen. Gewählt wurden die Parlamente der Landkreise und der Gemeinden.
Bei der Stadtverordnetenwahl in Frankfurt am Main setzte sich laut Trendergebnis die CDU mit 26,5 Prozent vor den Grünen mit 21 Prozent und der SPD mit 16,7 Prozent durch. Die AfD kam dort auf 9,1 Prozent.
In der Landeshauptstadt Wiesbaden lag ebenfalls die CDU mit 26,3 Prozent vorn. Die SPD kam dem Trendergebnis zufolge auf 22,2 Prozent, die Grünen auf 15,3 Prozent, und die AfD lag dort bei 12,7 Prozent.
Bei der Stadtverordnetenwahl im nordhessischen Kassel wurden die Grünen mit 22,45 Prozent laut Trendergebnis stärkste Kraft vor der CDU mit 21,7 Prozent und der SPD mit 19,79 Prozent. Auf Platz vier lag die Linke mit 14,5 Prozent, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Ein Landesergebnis wie bei einer Landtagswahl gibt es nicht. Stattdessen wird ein statistisches sogenanntes Kommunalwahlergebnis ermittelt, das ein Durchschnittsbild des Wahlverhaltens im gesamten Bundesland zeigt.
64,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler kreuzten dem aktuellen Auswertungsstand zufolge eine Liste an; ihre Stimmzettel flossen damit in das Trendergebnis ein. Die übrigen Stimmzettel werden erst in den kommenden Tagen ausgezählt. Das Endergebnis kann sich deshalb noch ändern.
Der CDU-Landeschef und Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnete das Abschneiden seiner Partei als "Bestätigung" und "Auftrag". Die CDU sei "Kommunalpartei Nummer Eins" in Hessen, erklärte er am Montag.
Die Landesvorsitzenden der Grünen, Anna Lührmann und Julia Frank, sprachen mit Blick auf das Abschneiden ihrer Partei von einer "Trendwende". Die AfD-Landeschefs Robert Lambrou und Andreas Lichert zeigten sich zufrieden über "ein sehr gutes Ergebnis" ihrer Partei.
Die Linke zog eine "durchweg positive Bilanz". Sie habe in allen Landkreisen zugelegt, erklärten die Landeschefs Desiree Becker und Jakob Migenda.
