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Prozess gegen Facebook-Mutter Meta: US-Jury berät über Urteil

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Das Meta-Logo Bild: AFP

In einem Prozess gegen die Facebook-Mutter Meta im US-Bundesstaat New Mexico haben die Geschworenen ihre Urteilsberatungen aufgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats wirft Mark Zuckerbergs Meta-Konzern vor, Minderjährige auf seinen Plattformen nicht vor Online-Anmache, sexuellem Missbrauch und Menschenhandel geschützt zu haben.

In einem Prozess gegen die Facebook-Mutter Meta im US-Bundesstaat New Mexico haben die Geschworenen am Dienstag ihre Urteilsberatungen aufgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats wirft Mark Zuckerbergs Meta-Konzern vor, Minderjährige auf seinen Plattformen Facebook, Instagram und Whatsapp nicht vor Online-Anmache, sexuellem Missbrauch und Menschenhandel geschützt zu haben. Meta weist die Anschuldigungen zurück.

Die Anklage fordert von Meta die höchstmögliche Geldbuße von 5000 Dollar für jeden der geschätzt 221.000 Minderjährigen in New Mexico, die Online-Netzwerke nutzen. Insgesamt beläuft sich die geforderte Strafzahlung damit auf rund 1,1 Milliarden Dollar (rund 865 Millionen Euro). 

In der kalifornischen Großstadt Los Angeles läuft derweil ein Modellprozess gegen die Internetriesen Meta und Youtube, die laut Anklage Social-Media-Sucht gefördert haben sollen. Die Geschworenen erklärten am Montag (Ortszeit) nach mehr als einwöchigen Beratungen, sie täten sich schwer mit dem Urteil gegen einen der Konzerne. Die Vorsitzende Richterin Carolyn Kuhl rief die Jurymitglieder daraufhin auf, weiter zu tagen. Ohne Urteil müssten neue Geschworene ausgewählt werden, und das erzeuge "Zusatzkosten für alle", mahnte Kuhl.

In dem Verfahren geht es um den Fall einer heute 20-jährigen Kalifornierin. Sie wirft den Betreibern der Online-Netzwerke vor, sie als Minderjährige abhängig gemacht und ihr dadurch schwere psychische Schäden zugefügt zu haben. In dem Prozess hatten unter anderem Meta-Chef Zuckerberg und Instagram-Chef Adam Mosseri ausgesagt. Beide wiesen die Vorwürfe zurück.

Das Ergebnis des Prozesses dürfte einen Maßstab für die Entscheidung über tausende weitere Klagen setzen. Darin wird den Tech-Riesen vorgeworfen, junge Nutzerinnen und Nutzer abhängig gemacht zu haben und damit für Depressionen, Essstörungen, Psychiatrie-Aufenthalte und sogar Suizide verantwortlich zu sein.

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