Ein Raubvogel hält Belgien in Atem: Der Bussard 'Coco' war wegen Angriffen auf Menschen in eine Wildtier-Auffangstation gebracht worden - wurde dort aber von Unbekannten bei einem nächtlichen Einbruch wieder herausgeholt.
Ein Raubvogel hält Belgien in Atem: Der Bussard "Coco" war wegen Angriffen auf Menschen in eine Wildtier-Auffangstation gebracht worden - wurde dort aber von Unbekannten bei einem nächtlichen Einbruch wieder herausgeholt. "Zäune wurden durchschnitten, Sicherheitssysteme außer Kraft gesetzt und in die Voliere wurde eingebrochen", teilte das westlich der Stadt Namur gelegene Creaves-Zentrum am Montag mit. Lediglich der Bussard sei mitgenommen worden, es handele sich offenbar um eine "gezielte und vorsätzliche Tat".Â
Die Staatsanwaltschaft von Namur erklärte, dass der Bussard nach einem Einbruch in das Gehege verschwunden sei. Sie teilte aber nicht mit, ob Ermittlungen eingeleitet wurden. Unklar blieb zunächst außerdem, ob "Coco" ausgesetzt wurde. Das Wildtierzentrum warnte, ein solcher Schritt könnte die Überlebenschancen des Vogels gefährden.Â
"Coco" war am Donnerstag in die Auffangstation gebracht worden. Zuvor hatten die Behörden in der Ardennenstadt Dinant mitgeteilt, dass der Raubvogel dort Menschen angegriffen hätte. Creaves zufolge war der Bussard wochenlang bei einer Schule in Dinant sehr nah an Menschen vorbeigeflogen, was bei den Kindern zu "Angst, Beunruhigung und Tränen" geführt habe.Â
Der Vogel wurde auch an anderen Orten der Region gesichtet, zum Teil wurde er von Menschen gefüttert. Daraufhin orderten die Behörden an, ihn einzufangen.
Das Verhalten lässt vermuten, dass "Coco" keine Angst vor Menschen hat, so dass der Vogel möglicherweise in Gefangenschaft aufwuchs. Dass er eingefangen wurde, sorgte auch für Unmut. Die Wildtierstation berichtete von "aggressiven" Nachrichten, die sie erhalten habe.Â
