Im Schweizer Lausanne ist ein Gedenkkonzert für die Opfer der Silvester-Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana abgehalten worden. Dem Konzert in der Halle Salle Métropole wohnten die Familien der bei dem Unglück verstorbenen Menschen bei.
Im Schweizer Lausanne ist am Mittwochabend ein Gedenkkonzert für die Opfer der Silvester-Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana abgehalten worden. An dem Konzert in der Halle Salle Métropole nahmen neben den Familien der bei dem Unglück verstorbenen Menschen sowie einigen Familien von Überlebenden fast 2000 Menschen teil. Bei der Brandkatastrophe waren 41 zumeist junge Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere Menschen wurden verletzt.
Vor dem Beginn des Konzerts, das den Veranstaltungstitel "Aux coeurs de Crans" ("Im Herzen von Crans") trug, versammelten sich die Familien der Verstorbenen im Foyer und umarmten sich unter Tränen. "Es geht um Solidarität", sagte Laetitia Brodard-Sitre, die ihren 16-jährigen Sohn Arthur bei dem Brand verlor, der Nachrichtenagentur AFP. "Für alle Opfer, dort oben oder hier auf Erden, bedeutet es eines: Wir haben euch nicht vergessen." Tickets für das Konzert waren ab einem Preis von 90 Franken (98 Euro) zu erhalten. Die Erlöse gingen an Swisshearts, einen von betroffenen Eltern gegründeten Verein.
Die Musikerinnen und Musiker betraten zu einem über die Tragödie geschriebenen Lied mit dem Titel "Étoile de nos coeurs" ("Stern unserer Herzen") mit weißen Rosen in den Händen die Bühne. Zu den teilnehmenden Künstlern, die ohne Gage auftraten, gehörte Gjon’s Tears, der beim Eurovision Song Contest 2021 für die Schweiz den dritten Platz belegte. "Das waren junge Menschen, die einfach nur feiern und Spaß haben wollten", sagte der Schweizer Sänger AFP. "Da ich ungefähr im gleichen Alter bin wie die meisten Opfer, glaube ich, dass wir uns damit identifizieren können", fügte der 27-Jährige hinzu.
In der Silvesternacht war im Untergeschoss der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana ein Brand ausgebrochen. Die Ermittler vermuten, dass die Brandkatastrophe durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die der Decke zu nahe kamen.
Ermittlungen sollen nun Aufschluss über die genauen Umstände des Brandes geben und klären, ob die Eigentümer der Bar gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben. Die Gemeinde hat bereits eingeräumt, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten - obwohl diese jedes Jahr vorgeschrieben sind. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung.
