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Performance-Coaching kann 2026 zur wichtigsten Investition für Unternehmer werden

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Abbildung: © Freepik

Ähnlich wie die Bundespolitiker hetzen auch immer mehr Unternehmen und ihre Führungskräfte von Krise zu Krise, von Brandbekämpfung zu Brandbekämpfung. Gerade jetzt rächt sich, dass viele Firmen den Nutzen guter Führung immer noch zu wenig erkennen und wertschätzen.

„Heute schon an morgen denken.“ DAX-Schwergewicht und Versicherungskonzern Allianz wirbt mit diesem Slogan bereits seit Jahren für seine Vorsorge- und Versicherungsprodukte. Im Kern enthält der Satz auch viel Wahres für die derzeitige Situation in den Führungsetagen vieler Unternehmen in Deutschland. Dort herrscht Krisenmodus. Und das gefühlt bereits seit Jahren. Von den „Sorgen-Dauerbrennern“ wie Fachkräftemangel, hohen Steuerlasten und Bürokratie am Standort Deutschland ganz zu schweigen.



Das trübe Bild zeigte sich auch im jüngsten „ifo Geschäftsklimaindex“ im März 2026. „Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich merklich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 Punkten im Februar. Dies war auf deutlich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Unsicherheit unter den Unternehmen nahm spürbar zu.



Führungskräfte stehen im Feuer wie selten zuvor

Obwohl noch nicht einmal die Jahresmitte erreicht ist, lässt sich wohl schon jetzt konstatieren: 2026 ist ein Jahr, das Unternehmen so fordert wie kaum ein Jahr zuvor. Und dabei dachten viele, das hätte bereits für die zwei Rezessionsjahre 2023 und 2024 sowie das kaum besser gelaufene 2025 gegolten.



Doch 2026 könnte an Dramatik nochmals alles in den Schatten stellen. Die Energiekrise verschärft sich, geopolitische Spannungen nehmen zu, KI wirbelt ganze Branchen durcheinander. Viele Geschäftsmodelle geraten gleichzeitig unter Druck und mit ihnen die Menschen, die sie verantworten. Besonders Führungskräfte erleben eine Belastung, die selbst erfahrene Manager so noch nicht kannten. Während Erwartungen steigen, schrumpfen die Spielräume. Genau in dieser Gemengelage zeigt sich, wie entscheidend die Qualität von Führung geworden ist.



Caroline Birke, Executive Coach und langjährige Begleiterin von Führungsteams, beschreibt die Lage unmissverständlich: „Führung funktioniert häufig allenfalls noch formal, entfaltet aber immer seltener die gewünschte Wirkung.“ Birke weiß aus eigener Erfahrung, dass Unternehmen in wirtschaftlich wie finanziell angespannten Zeiten mit dem Reflex reagieren, bei scheinbar unwichtigeren Ausgaben sofort den Rotstift anzusetzen. Darunter fallen Ausgaben fürs Marketing, aber auch für Fort- und Weiterbildungen.



Performance-Coaching gibt der Motivation die notwendige klare Struktur

Bei einem guten Coaching vergeht die Wirkung meist nicht wie bei manch anderer Schulung nach zwei Wochen, sondern zeigt langfristig messbare Wirkung. Im Performance-Coaching steckt ein strukturierter Prozess, der Führung messbar wirksamer macht. Und er beginnt dort, wo viele Unternehmen ungern hinschauen: bei der tatsächlichen Arbeitsweise, Haltung, Identitätsverständnis sowie Verhaltensmustern ihrer Führungskräfte.



Nach außen wirken viele Teams oft dynamisch, doch intern zeigt sich ein anderes Bild: Überlastung, Unklarheit, Reibungsverluste, fehlende Synergien zwischen Abteilungen. Entscheidungen dauern zu lange, Verantwortlichkeiten verschwimmen, Konflikte bleiben unausgesprochen. Die Organisation verliert Tempo und damit Wettbewerbsfähigkeit.



In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass nicht fehlende Motivation das Problem ist, sondern mangelnde Klarheit. Birke: „Entscheidungen werden verzögert, Verantwortlichkeiten bleiben diffus und Konflikte werden nicht offen adressiert.“ In der Folge verpufft in vielen Unternehmen viel Energie, Projekte verzögern sich oder scheitern ganz, die Organisation verliert Fokus.



Gerade in der aktuellen Situation behelfen sich viele Unternehmen mit dem massiven Roll-out von KI-Tools. Und, ja, diese machen vieles auch unglaublich schneller: ChatGPT verfasst Mails im Rekordtempo, Copilot erledigt die bis dato lästigen Excel-Aufgaben und Midjourney oder Claude liefern starke Bilder und Präsentationen in Bruchteilen der bisherigen Zeit. Doch all das hilft immer noch nicht weiter, wenn die Prozesse dahinter im Unternehmen nicht optimiert sind. Ein paar KI-Tools allein machen aus einer jahrelang gewachsenen Organisation noch keinen Sprinter. Das gelingt nur durch gute Führung und einen klaren Plan.



Nicht allein sprechen, sondern konkret verändern

Performance-Coaching schafft Transparenz über das, was wirklich passiert, nicht über das, was passieren sollte. Führungsteams analysieren dabei mithilfe des Consultants ihre Routinen, Entscheidungswege und Prioritäten. Sie erkennen, wo Reibung entsteht, wo Zeit verloren geht und welche Muster ihre Wirksamkeit begrenzen.



Der Kerngedanke dahinter: Leistungsfähigkeit ist kein statischer Zustand, sondern bildet sich aus Verhalten und vor allem veränderbarem Verhalten. Birke bringt es auf den Punkt: Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass nicht über Zusammenarbeit gesprochen wird, sondern dass sie konkret verändert wird.“

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