Ungeachtet eines neuen Erdstoßes hat die japanische Regierung die akute Warnung vor einem Mega-Beben aufgehoben. Ein Beben der Stärke 6,2 habe die Insel Hokkaido im Norden des Landes erschüttert, teilte die zuständige Wetterbehörde JMA mit.
Ungeachtet eines neuen Erdstoßes hat die japanische Regierung ihre akute Warnung vor einem Mega-Beben aufgehoben. Ein Beben der Stärke 6,2 habe am Montagmorgen die Insel Hokkaido im Norden des Landes erschüttert, teilte die Wetterbehörde JMA mit. Das Epizentrum habe in 83 Kilometer Tiefe gelegen. Auch wenn keine schweren Schäden zu befürchten seien, könnten Felsbrocken nach unten stürzen oder es zu Erdrutschen kommen, warnte die Behörde.
Zugleich lief eine vor einer Woche erlassene offizielle Warnung vor einem Mega-Beben aus - und wurde nicht verlängert. "Das bedeutet jedoch nicht, dass die Wahrscheinlichkeit eines schweren Erdbebens gebannt ist", sagte der Katastrophenschutzbeauftragte der Regierung, Kota Iwamura. "Es ist immer möglich, dass ein schweres Erdbeben plötzlich und ohne Vorwarnung auftritt."
Am Montag vergangener Woche hatte sich vor der Nordküste Japans im Pazifik ein Seebeben der Stärke 7,7 ereignet und einen Mini-Tsunami ausgelöst. Anschließend wurde eine offizielle Warnung vor einem Mega-Beben ausgesprochen. "Die Wahrscheinlichkeit eines neuen, gewaltigen Erdbebens ist höher als gewöhnlich", hieß es. Diese Warnung war auf eine Woche begrenzt und lief nun aus.
Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.
In dem Land ist die Erinnerung an das schwere Seebeben der Stärke 9,0 allgegenwärtig, bei dem im März 2011 etwa 18.500 Menschen ums Leben kamen. Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima wurde damals von einem fast 15 Meter hohen Tsunami getroffen, wodurch es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze kam. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.
