Mexiko

Nach Drogenvorwürfen der USA: Gouverneur von mexikanischem Bundesstaat lässt Amt ruhen

  • AFP
  • In POLITIK
  • 2. Mai 2026, 16:12 Uhr

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Nach US-Vorwürfen, er unterhalte Verbindungen zu einem Drogenkartell, will der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya, sein Amt vorerst ruhen lassen. Er habe beim Parlament von Sinaloa "eine vorübergehende Beurlaubung vom Amt des Gouverneurs" beantragt, erklärte Rocha Moya in einer am späten Freitagabend (Ortszeit) auf der Internet-Plattform Youtube veröffentlichten Video-Botschaft. Die Anschuldigungen der US-Regierung gegen ihn wies er als "falsch und böswillig" zurück.

Das US-Justizministerium hatte Rocha Moya und neun weiteren Menschen diese Woche vorgeworfen, mit dem berüchtigten Sinaloa-Kartell zusammenzuarbeiten, um "riesige Mengen" an Drogen in die USA zu schmuggeln. Rocha Moya gehört der linksgerichteten Morena-Partei von Mexikos Staatschefin Claudia Sheinbaum an und steht dem früheren Staatschef Andrés Manuel López Obrador nahe. Das Gouverneursamt in Sinaloa hatte Rocha Moya 2021 übernommen.

Der Bürgermeister von Sinaloas Hauptstadt Culiacán, Juan de Dios Gámez, der auch auf der Liste des US-Justizministeriums steht, kündigte ebenfalls seinen Rücktritt an. Er und Rocha Moya genießen nun keine Immunität mehr, so dass gegen sie ermittelt werden kann. 

Sheinbaum hatte nach den US-Anschuldigungen "solide und unwiderlegbare Beweise" dafür von Washington gefordert. Ihren Angaben zufolge war es das erste Mal, dass die USA einem amtierenden Gouverneur oder anderen hochrangigen Behördenvertretern Drogenkriminalität zur Last legten.

Das Sinaloa-Kartell ist eine von sechs mexikanischen Drogenbanden, die von der Regierung von US-Präsident Donald Trump als ausländische terroristische Vereinigungen eingestuft wurden. Die US-Regierung setzt Sheinbaum unter Druck, im Kampf gegen die mexikanischen Drogenkartelle ein Einschreiten der USA etwa in Form von Drohnen- oder Militäreinsätzen zuzulassen.

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