Eine Frau im Elsass erschlug eine vermeintliche Katze, die eines ihrer Hühner angegriffen hatte - nun hat ein Gericht in Straßburg sie zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt, weil es tatsächlich ein streng geschützter Luchs gewesen war.
Eine Frau im Elsass erschlug eine vermeintliche Katze, die eines ihrer Hühner angegriffen hatte - nun hat ein Gericht in Straßburg sie zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt, weil es tatsächlich ein streng geschützter Luchs gewesen war. Die 62-Jährige aus Niederbronn-les-Bains in den Vogesen muss außerdem mehr als 30.000 Euro Entschädigung an Tierschutzorganisationen zahlen, wie die Anwälte beider Seiten am Mittwoch bekanntgaben.
"Der Verlust eines Luchses ist für ein Ökosystem nicht zu ersetzen", sagte die Anwältin Pauline Laizet. Es gebe nur noch etwa 150 Luchse in Frankreich, davon ein Dutzend in den Vogesen. Die Tierart sei in Frankreich vom Aussterben bedroht.
Die Frau hatte geschildert, dass sie in Panik geraten sei, als das Tier eines ihrer fünf Hühner angegriffen habe. Sie habe zunächst versucht, es zu vertreiben und dann mit einem Stock zugeschlagen. Später stellte sich heraus, dass es sich um ein ausgehungertes, wenige Monate altes Luchsweibchen gehandelt habe.
