Berlin

Bayerische Ermittler nehmen zwei mutmaßliche Schleuser fest

img
Logo der Bundespolizei Bild: AFP

Bayerische Ermittler haben zwei mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Schleuserbande festgenommen. Die syrischen Verdächtigen sollen über Jahre Menschen nach Deutschland geschleust haben, wie die Bundespolizei in München mitteilte.

Bayerische Ermittler haben zwei mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Schleuserbande festgenommen. Die beiden syrischen Verdächtigen sollen über Jahre hinweg überwiegend Landsleute von der Türkei nach Deutschland geschleust haben, wie die Bundespolizei in München am Donnerstag mitteilte. Bislang seien mehrere hundert Geschleuste identifiziert worden. Die Festnahmen erfolgten am Mittwoch im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut. Zudem wurden Objekte in Bayern und Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Die Geschleusten sollen teils bis zu 15.000 Euro pro Fahrt gezahlt haben. Nach bisherigen Erkenntnissen warb die Bande gezielt Lastwagenfahrer an, die die Menschen zwischen regulärer Fracht nach Deutschland brachten. Die Transporte dauerten teils mehrere Tage. Zudem soll die Organisation Unterkünfte in der Türkei, Bulgarien und Rumänien als Zwischenstationen genutzt haben.

Geschleuste berichteten laut den Ermittlern von teils lebensgefährlichen Bedingungen und Verletzungen während der Fahrten. In einem Fall wurden demnach 17 Menschen in einem Kühllastwagen transportiert und nur durch einen anonymen Hinweis an die Polizei rechtzeitig vor dem Erstickungstod gerettet. 

STARTSEITE