Mit dem Anbringen von Porträts rund um das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wollen Aktivisten und Angehörige vor der dort beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft an das Schicksal zahlreicher in Mexiko verschwundener Menschen erinnern. In dem Stadion beginnt am 11. Juni die WM.
Mit dem Anbringen von Porträts rund um das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wollen Aktivisten und Angehörige vor der dort beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft an das Schicksal zahlreicher in Mexiko verschwundener Menschen erinnern. Bei der Aktion am Sonntag riefen einige Teilnehmende: "Der Fußball kommt zurück nach Hause. Und wann kommen unsere Söhne zurück?"
"Wir machen das sichtbar, damit die Touristen, die in diese Stadt kommen, sehen, dass wir eine Krise des Verschwindens haben", sagte Vanesa Gómez, die nach ihrer 2025 verschwundenen Tochter sucht, der Nachrichtenagentur AFP.
Im Aztekenstadion in Mexikos Hauptstadt findet am 11. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM der Männer statt. Die mexikanische Nationalmannschaft tritt dabei gegen Südafrika an. Mexiko richtet das Turnier zusammen mit den USA und Kanada aus.
"Genauso, wie die WM für Mexiko-Stadt wichtig ist, müssen auch die Menschen wichtig sein, die nicht da sind", mahnte Gabriel Díaz, der seine verschwundene Schwester sucht.
In Mexiko ist das Verschwinden von etwa 130.000 Menschen dokumentiert. Größtenteils verschwanden die Menschen in den Jahren seit 2006, als die damalige Regierung einen blutigen Krieg gegen die mächtigen Drogenkartelle begann.
