Gesundheit

Zwei weitere Ebola-Fälle in Uganda bestätigt

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Warnung vor Ebola an einem Grenzübergang in Uganda Bild: AFP

In Uganda sind zwei weitere Fälle der gefährlichen Viruskrankheit Ebola bestätigt worden. Damit steigt die Zahl der festgestellten Infektionen in dem ostafrikanischen Land auf insgesamt sieben.

In Uganda sind zwei weitere Ebola-Fälle bestätigt worden. Damit steigt die Zahl der festgestellten Infektionen in dem ostafrikanischen Land auf insgesamt sieben, seit das gefährliche Virus dort erstmals am 15. Mai festgestellt wurde. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Montag weiter mitteilte, hatten die beiden Infizierten als Mitarbeiter im Gesundheitswesen in einer privaten Einrichtung in der Hauptstadt Kampala gearbeitet. Beide würden nun medizinisch behandelt.

In der benachbarten Demokratischen Republik Kongo, dem Epizentrum der Ebola-Epidemie, stieg die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Wochenende auf über 900.

Das ugandische Gesundheitsministerium erklärte in einer kurzen Mitteilung, dass es die Kontaktpersonen der beiden Infizierten zurückverfolge. Die Behörde rief die Bürger auf, "augenblicklich jeden zu melden, der Symptome aufweise." 

Uganda hatte vergangene Woche den gesamten öffentlichen Verkehr in die Demokratische Republik Kongo eingestellt, nachdem zwei Ebola-Fälle bestätigt wurden - beide bei Menschen aus dem Kongo, von denen einer bereits gestorben war. Drei weitere Fälle wurden am Samstag bestätigt, darunter eine Kongolesin.

Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten, die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate bei dieser Ebola-Variante liegt bei etwa 30 bis 50 Prozent.

Die WHO hatte wegen der Epidemie vor einer Woche eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) rief kurz darauf wegen des "hohen Risikos einer regionalen Ausbreitung" für den gesamten Kontinent den Notstand aus.

Am Samstag sagte Africa-CDC-Präsident Jean Kaseya, dass der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda sich auf zehn weitere Länder Zentralafrikas auszuweiten drohe. Dabei handelt es sich um den Südsudan, Ruanda, Kenia, Tansania, Äthiopien, den Kongo, Burundi, Angola, die Zentralafrikanische Republik und Sambia.

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