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Die Rekrutierungskampagne der französischen Armee für einen neuen freiwilligen Militärdienst hat Erfolg: Für die 3000 Plätze haben sich bislang 5000 junge Menschen beworben, wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten. Mehr als 20 Prozent der Interessierten seien Frauen, sagte der Beauftragte für den freiwilligen Wehrdienst, Thierry de La Burgade. Damit liege der Anteil etwas höher als der Frauenanteil in den Streitkräften, der bei 17 Prozent liege. "Die Zahlen belegen eindeutig ein Interesse unserer Jugend, sich zu engagieren", sagte La Burgade.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Ende 2024 den neuen Freiwilligendienst vorgestellt - und dabei zugleich die Rückkehr zu einer allgemeinen Wehrpflicht ausgeschlossen, die in Frankreich seit 1997 faktisch abgeschafft ist.
Jährlich soll künftig ein Teil eines Jahrgangs auf freiwilliger Basis zu einem zehn Monate dauernden, militärischen "Nationaldienst" herangezogen werden. Die Zahl soll beständig erhöht werden: 2027 sollen es 4000 sein und 2030 rund 10.000. 2035 sollen die französischen Streitkräfte 42.500 Freiwillige umfassen.
Der Nationaldienst umfasst eine einmonatige Grundausbildung und den Einsatz in einer bestehenden Einheit. Dafür sollen die jungen Soldatinnen und Soldaten einen Sold von mindestens 800 Euro erhalten und kostenfrei untergebracht werden. Sie sollen ausschließlich in Frankreich eingesetzt werden, etwa bei Patrouillen an sensiblen Orten oder beim Schutz der Zivilbevölkerung.
Macron hatte ursprünglich ganze Jahrgänge junger Menschen zu einem nationalen, aber stärker zivil geprägten Pflichtdienst heranziehen wollen. Dieses Projekt war aus einer Pilotphase nicht herausgekommen und als zu teuer kritisiert worden.
Junge Menschen sind in Frankreich verpflichtet, einen Verteidigungstag zu absolvieren, an dem sie über Militärlaufbahnen informiert werden, ein Strategiespiel spielen und mit Laserwaffen schießen. Schülerinnen und Schüler werden zudem ermuntert, sich für ihr Pflichtpraktikum bei der Armee zu bewerben.
