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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bahnreisende müssen sich zum Start der Ferienzeit nach Einschätzung von Experten auf deutlich vollere Züge und mehr Verspätungen einstellen.
Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Detlef Neuß, sagte der "Rheinischen Post": "Ich rate, immer einen Plan B in der Hinterhand zu haben." Auch im Sommer gebe es viele Umleitungen, längere Fahrzeiten und ausgefallene Züge, weil die Bahn die Ferienzeit verstärkt für Instandsetzungen nutze. Fahrgäste sollten Verbindungen daher nicht zu knapp planen und Alternativen parat haben, so Neuss. Zudem sollten Reisende für längere Fahrten vorsorgen, falls das Bordbistro ausfällt: "Reisende sollten sich nicht darauf verlassen, dass es im Zug Essen und Getränke gibt. Eine Notration sollte man dabeihaben."
Auch Carl Waßmuth vom Bündnis "Bahn für Alle" sagte: "Wir erwarten, dass es in den Sommerferien in den Zügen voller wird - wie jedes Jahr." Das Schienennetz sei marode, und die bekannten Probleme würden sich im Sommer nicht in Luft auflösen.
Die Eisenbahngewerkschaft EVG erklärte, die Beschäftigten würden trotz Baustellen und Störungen alles tun, um die Reisenden sicher ans Ziel zu bringen. "Unser Appell an alle Fahrgäste ist, das auch in stressigen Zeiten nicht zu vergessen", sagte ein Sprecher der "Rheinischen Post".
