Sachsen

Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz: Zwei Tatverdächtige festgenommen

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Polizeibeamte bei Einsatz Bild: AFP

Nach dem Einsturz eines Hauses infolge einer Gasexplosion mit drei Todesopfern im sächsischen Görlitz hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Es soll sich um Metalldiebe handeln, die Rohrleitungen im Haus beschädigten.

Nach dem Einsturz eines Hauses infolge einer Gasexplosion mit drei Todesopfern im sächsischen Görlitz hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass es sich bei den beiden Männern um Metalldiebe handle, die am 18. Mai, dem Unglückstag, Rohrleitungen in dem Gebäude beschädigt oder manipuliert und damit eine Gasexplosion verursacht hätten, erklärte die Görlitzer Polizei am Sonntag. Zuerst hatte der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.

"Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung", erklärten die Beamten. Die beiden Verdächtigen im Alter von 27 und 33 Jahren seien bereits "in anderer Sache" in Untersuchungshaft.

Den Angaben zufolge sollen die Verdächtigen am Unglückstag mehrere Straßen in Görlitz durchstreift und Ausschau nach Diebesgut gehalten haben. Sie seien auf der Suche nach Verwertbarem, etwa "Fahrräder, Schrott sowie Buntmetalle", gewesen, hieß es.

Bekannt sei, dass sie auch in dem Unglückshaus unterwegs gewesen seien. Was sie darin gemacht hätten, sei noch unklar. Eine Untersuchung der Kellerräume sei wegen der Trümmer noch nicht möglich gewesen. Die Polizei bat um Hinweise zu den Tatverdächtigen aus der Bevölkerung.

Die Beamten erklärten, dass das Wort Sprengstoff "im Tatbestand nur beispielhaft genannt" werde. "Zur Erfüllung des Tatbestands reicht jede plötzliche Ausdehnung von Gasen oder Dämpfen aus, die eine plötzliche Kraftentfaltung bewirkt", hieß es. Es komme dabei "rein auf den physikalischen Vorgang der Explosion an".

Das Mehrfamilienhaus in der Görlitzer Innenstadt war am 18. Mai eingestürzt. In den Tagen darauf wurden unter den Trümmern die Leichen zweier Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie eines 48-jährigen Manns gefunden. Nach der Explosion hatten zeitweise auch zehn Nachbarhäuser geräumt werden müssen.

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