Der iranische Fußballverband will wegen Reisebeschränkungen bei der Fußball-WM Beschwerde beim Weltfußballverband Fifa einreichen. Die iranische Mannschaft darf erst am Tag vor dem nächsten Spiel von Mexiko in die USA einreisen.
Der iranische Fußballverband will wegen Reisebeschränkungen bei der Fußball-WM Beschwerde beim Weltfußballverband Fifa einreichen. Wie der Verband am Donnerstag mitteilte, wollte die iranische Nationalmannschaft, die ihr WM-Quartier in Tijuana in Mexiko hat, zwei Tage vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Belgien am Sonntag in die USA einreisen. Der Antrag sei jedoch abgelehnt worden, sagte ein Sprecher. Das Team dürfe erst am Samstag zum Spielort nach Los Angeles aufbrechen.
Nach Angaben des Verbands wollte der Trainerstab den iranischen Spielern vor allem angesichts der frühen Anstoßzeit (12.00 Uhr Ortszeit, 21.00 Uhr MESZ) ermöglichen, "sich an die Spielbedingungen anzupassen, ihre letzte Trainingseinheit zu absolvieren und die Vorbereitungen abzuschließen".
Doch auch nach Vorlage dieser "technischen Gründe" sei der Antrag erneut abgelehnt worden, erklärte der Verbandssprecher. Der Verband werde daher "seine Unzufriedenheit offiziell zum Ausdruck bringen und über die entsprechenden Kanäle eine formelle Beschwerde bei der Fifa einreichen".
Um die WM-Teilnahme der Iraner hatte es wochenlange Diskussionen gegeben. Wegen des Iran-Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar begonnen hatten, verlegte der Iran sein ursprünglich in Tucson im US-Bundesstaat Arizona geplantes WM-Quartier ins mexikanische Tijuana. Zwar erhielten alle Spieler ein Visum für die USA, nicht aber alle Mitglieder ihres Betreuerstabs. Nach dem Auftaktspiel gegen Neuseeland am Dienstag musste die iranische Mannschaft Los Angeles noch am selben Tag wieder verlassen, was bei den Iranern zu großem Unmut führte.
Der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, wies die Beschwerden der Iraner zurück. Der Iran sei vorab darüber informiert worden, dass seine Mannschaft immer erst am Tag vor dem Spiel in die USA einreisen dürfe und das Land noch am Spieltag wieder verlassen müsse, sagte er am Montag im Sender CBS News. Dies werde auch beim dritten Gruppenspiel gegen Ägypten am 26. Juni in Seattle so sein.
