Gesundheit

Ebola-Epidemie in Demokratischer Republik Kongo: Über 1000 Infektionen und 250 Tote

img
Beerdigung von Ebola-Toten in Bunia Bild: AFP

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen offiziellen Angaben zufolge auf 1003 gestiegen. 254 Menschen kamen zudem bisher durch das Virus ums Leben, wie das nationale Gesundheitsinstitut am Montag mitteilte.

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen offiziellen Angaben zufolge auf 1003 gestiegen. 254 Menschen kamen zudem bisher durch das Virus ums Leben, wie das nationale Gesundheitsinstitut am Montag mitteilte. Die Sterblichkeitsrate des Virus liegt damit bei rund 25 Prozent. Fast alle Infektionen und Todesfälle traten in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes auf, die Schauplatz bewaffneter Konflikte ist.

Insgesamt sind drei Provinzen von der Epidemie betroffen: Ituri sowie die benachbarten Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu. Die Bemühungen zur Eindämmung der Epidemie - darunter die Isolierung von Infizierten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen - gestaltet sich nach wie vor schwierig.

Zu Beginn der Epidemie waren die örtlichen Krankenhäuser schnell überlastet. Die anschließend mit Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mehrerer NGOs eingerichteten Ebola-Behandlungszentren sind zu 80 Prozent ausgelastet.

Das Virus hat sich auch auf das Nachbarland Uganda ausgebreitet, wo die Weltgesundheitsorganisation 20 Infektionen und zwei Todesfälle verzeichnet hat. Kampala hatte Anfang dieses Monats erklärt, die Lage sei "unter Kontrolle".

Der jüngste Ebola-Ausbruch war erstmals am 15. Mai gemeldet worden. Er wurde von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht, gegen den es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.

Ebola verläuft oftmals tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten, die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen.

Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet.

Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben.

Die seltene Bundibogyo-Variante war erstmals 2007 nachgewiesen worden. Eine Impfung existiert bisher nur für den 1976 entdeckten Zaire-Stamm des Ebola-Virus, der eine wesentlich höhere Sterberate von 60 bis 90 Prozent hat.

STARTSEITE