In einem Vermisstenfall um eine seit März 2025 verschwundene 44-Jährige in Schleswig-Holstein haben Ermittler deren Ehemann festgenommen. Er soll seine Partnerin getötet haben. Er kam in Untersuchungshaft, Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.
In einem Vermisstenfall um eine seit mehr als einem Jahr verschwundene 44-Jährige in Schleswig-Holstein haben Ermittler deren Ehemann festgenommen. Aufgrund umfangreicher Ermittlungen gehen sie davon, aus dass der 50-Jährige seine Ehepartnerin umbrachte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Kiel am Dienstag mitteilten. Es besteht demnach dringender Tatverdacht wegen Totschlags.
Die Frau aus der kleinen Gemeinde Noer im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird seit März 2025 vermisst, es liefen zunächst große Suchaktionen unter anderem in einem Moor, in Gewässern und Gewerbearealen. Auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" hatte den Fall aufgegriffen, die Ermittler gingen nach eigenen Angaben früh von einem Verbrechen aus.
Laut Angaben vom Dienstag hatten sie dabei bereits von Beginn an den Ehemann der Frau als möglichen Täter betrachtet. Inzwischen hätten sich die Verdachtsmomente unter anderem durch "langwierige kriminaltechnische Untersuchungen" und Auswertungen von Datenträgern erhärtet, hieß es.
Der Beschuldigte wurde demnach am Dienstag in Büdelsdorf festgenommen und kam anschließend in Untersuchunshaft. Weitere Einzelheiten etwa zum mutmaßlichen Tatablauf, möglichen Hintergründen oder dem Verbleib der vermissten Frau machten die Ermittler nicht. Die ermittelten Indizien "genügten in einer Gesamtschau, einen dringenden Tatverdacht wegen Totschlags gegen den Mann zu bejahen", teilten sie lediglich weiter mit.
