Die Polizei in Japan untersucht einen möglichen weiteren tödlichen Bärenangriff. Nach Angaben der Behörden in der nördlichen Präfektur Aomori wurde am Montag ein Mann tot auf einem Berg entdeckt, der mutmaßlich von einem Bären attackiert worden sei.
Die Polizei in Japan untersucht einen möglichen weiteren tödlichen Bärenangriff. Nach Angaben der Behörden in der nördlichen Präfektur Aomori wurde am Montag ein Mann tot auf einem Berg entdeckt, der mutmaßlich von einem Bären attackiert wurde. Die Todesursache werde weiter untersucht, aber sein Körper weise Bissspuren eines Bären auf, sagte ein Behördenvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, das Gebiet zu meiden.
In letzter Zeit kommen in Japan Bären immer öfter in besiedeltes Gebiet, in der Folge haben die tödlichen Bären-Angriffe zugenommen. Zwischen dem 1. April und 30. Mai gab es nach Angaben des Umweltministeriums bereits fünf Todesfälle sowie 20 Verletzte durch Bärenattacken. Im vergangenen Steuerjahr starben 13 Menschen bei solchen Vorfällen.
Bis März wurden landesweit mehr als 50.000 Bärensichtungen gezählt - offiziellen Daten zufolge mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rerkordjahr 2023.
Fachleute führen den Anstieg auf eine schnell wachsende Bärenpopulation und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete in Japan zurück. Im vergangenen Jahr hatte es in Japans Wäldern zudem wenige Eicheln gegeben, so dass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machten.
In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden tausende Tiere abgeschossen.
