Brennpunkte

Kind rast mit Lieferwagen in Pilgergruppe: Acht Mönche in Thailand getötet

img
Der Unfallort in Thailand Bild: AFP

In Thailand ist ein Kind mit dem Lieferwagen seiner Eltern in eine Pilgergruppe gerast und hat acht buddhistische Mönche getötet. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei dem Unglück im Nordosten des Landes mehr als 20 weitere Menschen verletzt.

In Thailand ist ein Kind mit dem Lieferwagen seiner Eltern in eine Pilgergruppe gerast und hat acht buddhistische Mönche getötet. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei dem Unglück im Nordosten des südostasiatischen Landes am Donnerstag mehr als 20 weitere Menschen verletzt. Der elfjährige Junge hatte sich den Angaben zufolge unerlaubt ans Steuer gesetzt und die Kontrolle über den Wagen verloren.

Die Gruppe aus 35 Mönchen und fünf Laien war nach Polizeiangaben während einer Pilgerreise auf einer Straße in der Provinz Mukdahan unterwegs, als sie am Straßenrand von dem Fahrzeug erfasst wurde. "Der Verdächtige ist ein Kind", sagte Provinz-Polizeichef Pairoj Thaiphutsa. Der Polizeichef der Stadt Mukdahan, Prayut Ruanthongkam, ergänzte, es handele sich um einen elfjährigen Jungen.

"Ich sah einen Jungen, der einen Lieferwagen fuhr und auf uns zukam", berichtete der Mönch Phra Sompong in einem von den Rettungskräften verbreiteten Video. "Plötzlich fuhr der Lieferwagen mit voller Geschwindigkeit auf uns zu und hat uns gerammt." Er selbst sei noch rechtzeitig zur Seite gesprungen und auch die ersten neun Mönche des Pilgerzugs hätten überlebten. "Doch andere, die gerammt wurden, wurden in die Luft geschleudert", berichtete der Mönch.

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie die Mönche die Straße entlanggehen, mehrere Fahrzeuge vorbeifahren und die Prozession dann durch einen lauten Aufprall gestoppt wird. 

Nach Polizeiangaben war der Junge ohne die Erlaubnis seiner Eltern mit dem Lieferwagen losgefahren. Auf der Straße habe er die Kontrolle über den Wagen verloren und sei in die Pilgergruppe gerast. Das Fahrzeug werde nun forensisch untersucht, um die genaue Ursache zu ermitteln, sagte Polizeichef Pairoj. Die Polizei werde zudem die Eltern befragen.

Fünf Mönche starben den Angaben zufolge am Unfallort, drei weitere erlagen später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Im Krankenhaus wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden zudem vier lebensgefährlich und zehn schwer verletzte Mönche behandelt. Die anderen Verletzten kamen demnach mit leichteren Verletzungen davon.

In Thailand kommt es häufig zu tödlichen Verkehrsunfällen, Ursachen sind oft der schlechte Zustand vieler Fahrzeuge und eine riskante Fahrweise. Mukdahans Gouverneur Worayan Bunnarat rief nach dem Unglück in seiner Provinz dazu auf, mehr für die Verkehrssicherheit zu tun. Bei der Verhütung von Unfällen müssten alle mithelfen, auch Eltern.

STARTSEITE