Alphabet hat die Erwartungen von Analysten übertroffen, vor allem dank eines boomenden Cloud-Geschäfts, das auch bei KI eine wichtige Rolle spielt. Nun will der Google-Mutterkonzern seine Investitionen noch stärker ausweiten.
Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat mit seinen Quartalsergebnissen die Erwartungen von Analysten übertroffen, vor allem dank eines boomenden Cloud-Geschäfts, das auch für Künstliche Intelligenz (KI) eine wichtige Rolle spielt. Wie Alphabet am Mittwoch mitteilte, stieg der Umsatz im Zeitraum von April bis Juni auf mehr als 119 Milliarden Dollar (104 Milliarden Euro). Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 24 Prozent.
Noch deutlicher stieg der Gewinn: Er summierte sich auf 112 Milliarden Dollar, was einer Vervielfachung gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Hierbei spielten allerdings Sondereffekte eine entscheidende Rolle, da der Wert von Beteiligungen des Konzerns an anderen Unternehmen massiv zulegte.
Bei den Umsätzen schoss vor allem das Cloudgeschäft in die Höhe und legte um 82 Prozent zu. Unternehmenschef Sundar Pichai hob zudem hervor, dass das erfolgreiche Quartal zum Teil auf das Wachstum seines KI-Modells Gemini und KI-Suchanfragen zurückzuführen sei, ebenso wie auf die Plattform Youtube, wo allein mehr als 1,7 Milliarden Nutzer Videos zur Fußball-Weltmeisterschaft angesehen hätten.
Im KI-Bereich ist die Nachfrage dem Unternehmen zufolge so groß, dass Alphabet noch größere Summen als bislang geplant investieren will. Der Konzern peilt für dieses Jahr nun eine Spanne von 195 bis 205 Milliarden Dollar an; zuvor lag die Prognose bei 180 bis 190 Milliarden Dollar. Der Großteil davon soll in den Ausbau der Cloud-Computing-Infrastruktur fließen, konkret in Rechenzentren. An der Börse reagierten Anleger zurückhaltend auf die ausgeweiteten Investitionspläne - der Aktienkurs des Konzerns gab nach Veröffentlichung der Quartalsergebnisse um mehr als vier Prozent nach.
