Rund einen Monat nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat die Weltbank die Sachschäden auf mindestens 19,6 Milliarden Dollar (rund 17,2 Milliarden Euro) geschätzt.
Rund einen Monat nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat die Weltbank die Sachschäden auf mindestens 19,6 Milliarden Dollar (rund 17,2 Milliarden Euro) geschätzt. Die Hälfte der Schäden sei in dem Bundesstaat La Guaira mit der gleichnamigen Küstenstadt und in der Hauptstadt Caracas entstanden, erklärte die Weltbank am Donnerstag in Washington. Wenn die Hilfsgelder nicht schnell erhöht würden, könnte der Wiederaufbau mehr als ein Jahrzehnt dauern, warnte die Organisation.
Etwa die Hälfte der von der Weltbank errechneten Schadenssumme entfällt auf Wohngebäude, der Rest in etwa gleichen Teilen auf andere Gebäude sowie die Infrastruktur. Die UNO hatte die physischen Schäden rund eine Woche nach dem Beben sogar auf 37 Milliarden Dollar geschätzt.
Bei den beiden Erdbeben vom 24. Juni kamen mindestens 5.398 Menschen ums Leben. Hunderte Gebäude wurden zerstört, insbesondere in dem Bundesstaat La Guaira im Norden des Landes.
Die beiden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni im Abstand von nur 39 Sekunden erschüttert. Die UNO geht davon aus, dass mehr als eine Million Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigen und Zehntausende weiter vermisst werden.
