Frankreich

Astronomen machen erstmals Aufnahme von Beteigeuzes Begleitstern

  • AFP
  • In UMWELT
  • 28. Juli 2026, 15:30 Uhr
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Stern Beteigeuze Bild: AFP

Astronomen ist es erstmals gelungen, ein Bild vom Begleitstern des Roten Überriesen Beteigeuze aufzunehmen. 'Das ist der Abschluss einer jahrhundertelangen Suche', erklärte der Hauptautor der Studie, Miguel Montargès.

Astronomen ist es erstmals gelungen, ein Bild vom Begleitstern des Roten Überriesen Beteigeuze aufzunehmen. "Das ist der Abschluss einer jahrhundertelangen Suche", erklärte der Hauptautor der Studie, Miguel Montargès, am Dienstag in Paris. "Wir haben gezeigt, dass Beteigeuze kein Einzelstern ist, sondern von einem lichtschwachen stellaren Begleiter umkreist wird", fügte er hinzu.

"Ich bin vor Freude vom Stuhl aufgesprungen", erklärte Montargès. Auch wenn weitere Beobachtungen erforderlich seien, um die Existenz des Begleiters zweifelsfrei zu belegen, "bleibt kaum noch Raum für Zweifel".

Beteigeuze ist vielen Sternenguckern als "Schulter des Jägers" im Sternbild Orion bekannt. Schon den alten Ägyptern und den australischen Ureinwohnern war aufgefallen, dass sich die Helligkeit des riesigen Sterns in regelmäßigen Zyklen verändert. Die Ursache dieses Phänomens war lange Zeit unklar - bis Astronomen im Jahr 2024 die Theorie entwickelten, dass es durch das Vorbeiziehen eines anderen Sterns verursacht wird.

Der wissenschaftliche Nachweis gestaltete sich aber als schwierig, weil Beteigeuze so hell ist, dass er viele lichtschwächere Sterne überstrahlt. Bei genauerer Untersuchung stellte sich aber nun heraus, dass der Begleiter, der Beteigeuze B genannt wurde, weitaus massereicher ist als ursprünglich angenommen. Demnach wiegt er zwei- bis dreimal so viel wie unsere Sonne. Zum Vergleich: Beteigeuze ist tausendmal so massereich wie die Sonne.

Die Beobachtungen wurden bereits 2024 vom "Very Large Telescope" der Europäischen Südsternwarte in Chile gemacht, als der Begleitstern relativ weit von Beteigeuze entfernt war. Die Verarbeitung und Analyse der Daten nahm aber viel Zeit in Anspruch. Die Ergebnisse wurden schließlich in der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics" veröffentlicht.

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