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UN-Generalsekretär Guterres will neue Zypern-Gespräche einberufen

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  • 29. Juli 2026, 20:17 Uhr
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UN-Generalsekretär António Guterres in Nikosia Bild: AFP

Neun Jahre nach gescheiterten Friedensgesprächen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen will UN-Generalsekretär António Guterres neue Gespräche über den Zypern-Konflikt einberufen.

Neun Jahre nach gescheiterten Friedensgesprächen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen will UN-Generalsekretär António Guterres neue Gespräche zum  Zypern-Konflikt einberufen. Er nannte am Mittwoch jedoch keinen Termin für ein solches Treffen, an dem die Anführer der geteilten Insel - der griechischsprachigen Republik Zypern und der Türkischen Republik Nordzypern - sowie die drei Garantiemächte Griechenland, Türkei und Großbritannien teilnehmen sollen.

Guterres besuchte Zypern als erster UN-Generalsekretär seit Ban Ki Moon im Jahr 2010. Zunächst traf er Nikos Christodoulidis, den Präsidenten der Republik Zypern, die Mitglied der EU ist. Anschließend begab er sich auf die türkische Seite der geteilten Hauptstadt Nikosia, um dort den im Oktober gewählten Staatschef der selbst ausgerufenen Türkischen Republik Nordzypern, Tufan Erhürman, zu treffen.

Guterres rief beide Seiten auf, sich um eine Annäherung zu bemühen. "Es ist an der Zeit, alle Anstrengungen zu unternehmen, um das Vertrauen wiederherzustellen", sagte er bei seinem Besuch. Er wolle "weitere sinnlose Treffen vermeiden", fügte er hinzu. Wenn es zu einem Treffen komme, solle dieses auch "fruchtbar sein und die Suche nach einer Lösung voranbringen".

Dem UN-Generalsekretär zufolge haben bereits alle Beteiligten zugestimmt, an einem möglichen Treffen zu arbeiten. Christodoulidis bestätigte seine Teilnahme in einer Erklärung. Erhürman betonte, dieses Mal müsse "vieles anders gemacht werden". Er werde in der Vorbereitung wie bereits in der Vergangenheit eng mit der Türkei zusammenarbeiten.

Ankara begrüßte Guterres' Besuch auf Zypern, erklärte aber umgehend, es gebe weiter keinen "gemeinsamen Nenner". Jeder Vorschlag, der nicht die "souveräne Gleichstellung und den internationalen Status des türkisch-zyprischen Volks" anerkenne, sei zum Scheitern verurteilt, warnte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. "Versuche, die türkischen Zyprer zu einer Minderheit zu degradieren, sind in der Vergangenheit gescheitert."

Zypern ist seit 1974 geteilt. Damals marschierte die türkische Armee auf der Insel ein. Zuvor hatten Putschisten den amtierenden zyprischen Präsidenten abgesetzt - mit dem Ziel, Zypern an Griechenland anzuschließen. 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen. Diese wird ausschließlich von der Türkei anerkannt. Die griechischsprachige Republik Zypern trat 2004 der EU bei. Die UNO bemüht sich seit langer Zeit um eine Vermittlung, bisher allerdings ohne Erfolg.

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