Im Skandal um mutmaßlichen sexuellen Missbrauch durch den verstorbenen früheren Besitzer des Londoner Kaufhauses Harrods, Mohammed Al-Fayed, sind vier Klägerinnen als Opfer von Menschenhandel anerkannt worden.
Im Skandal um mutmaßlichen sexuellen Missbrauch durch den verstorbenen früheren Besitzer des Londoner Kaufhauses Harrods, Mohammed Al-Fayed, sind vier Klägerinnen als Opfer von Menschenhandel anerkannt worden. Die Anerkennung ihrer Fälle durch das britische Innenministerium sei zwischen Mai und Juli erfolgt, erklärte die von den Frauen gegründete Organisation No One Above am Montag.
Dutzende Frauen werfen dem verstorbenen Harrods-Eigentümer Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und sexuelle Ausbeutung vor. Öffentlich geworden waren die Vorwürfe gegen Mohammed Al-Fayed im September 2024 durch eine Dokumentation des Senders BBC. Seither meldeten sich zahlreiche weitere mutmaßliche Betroffene. Die meisten von ihnen arbeiteten bei Harrods in London oder in anderen Unternehmen Al-Fayeds, darunter im Hotel "Ritz" in Paris.
Mohamed Al-Fayed stand in den 90er Jahren auch wegen seines Sohns Dodi im Fokus der Öffentlichkeit, dem damaligen Lebensgefährten der britischen Prinzessin Diana. Dodi Al-Fayed kam 1997 gemeinsam mit Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Mohamed Al-Fayed starb 2023 im Alter von 94 Jahren.
Vier unter den Pseudonymen Isabella, Justine, Elizabeth und Margo auftretende Frauen hatten gemeinsam die Organisation No One Above gegründet, um mutmaßliche Al-Fayed-Opfer zu unterstützen. Insgesamt haben sich bislang 157 mutmaßliche Opfer bei der britischen Polizei gemeldet. Das Luxuskaufhaus Harrods hat bereits dutzenden Frauen Entschädigungen gezahlt.
Die britische Polizei hat bislang sechs Menschen wegen des Verdachts vernommen, Al-Fayeds kriminelle Taten ermöglicht zu haben. Festgenommen wurde niemand.
