Der Taifun 'Dolphin' hat trotz einer Abschwächung über Land in Ostchina erneut zu hunderten Flugausfällen und starkem Regen geführt. Für Teile der Provinz Zhejiang gaben die Behörden Sturzflutwarnungen aus.
Der Taifun "Dolphin" hat trotz einer Abschwächung über Land in Ostchina erneut zu hunderten Flugausfällen und starkem Regen geführt. Der chinesische Wetterdienst stufte den Wirbelsturm am Montag auf die niedrigste Kategorie herab, warnte jedoch vor weiter starken Niederschlägen in Teilen Ost- und Zentralchinas bis Dienstag. Für Teile der Provinz Zhejiang gaben die Behörden Sturzflutwarnungen aus, wie der staatliche Sender CCTV berichtete.
An den beiden wichtigsten Passagierflughäfen der Metropole Shanghai wurden am Montag fast 950 Flüge gestrichen. Der internationale Flughafen von Ningbo in Zhejiang wollte seinen Flugbetrieb ab Mittag wieder aufnehmen. Es könne jedoch vorerst weiter zu Verspätungen oder Flugausfällen kommen, teilte der Betreiber mit. In Shanghai war der öffentliche Nahverkehr weiter unterbrochen.
"Dolphin" war am Sonntag an der Küste von Zhejiang zweimal mit heftigem Wind auf Land getroffen und bewegte sich über die Küstenregion. Fast 2000 Flüge in der Region wurden am Wochenende gestrichen, zehntausende Menschen wurden evakuiert. In Japan wurden sieben Menschen verletzt.
In China könnte nun auch die weiter nördlich gelegene Hauptstadt Peking von Unwettern getroffen werden. Fünf Stadtbezirke warnten am Montag vor Erdrutschen und Überschwemmungen infolge starken Niederschlags.
Wissenschaftlern zufolge führt der menschengemachte Klimawandel zu häufigeren, längeren und stärkeren Extremwetterereignissen. Vor zwei Wochen war Taifun "Noul" mit starkem Wind und heftigen Regenfällen über einen Teil Südchinas hinweggezogen. Im Juli waren in China durch den Taifun "Maysak" zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.
