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Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben einen saudiarabischen Öltanker im Roten Meer mit einer Rakete beschossen. "Der Angriff war präzise und direkt und führte dazu, dass an Bord des Schiffes ein Feuer ausbrach, und mehrere andere Schiffe, die sich in der Zielregion aufhielten, flohen", teilten die Huthis am Montag mit. Zuvor hatte die britische Seefahrtbehörde UKMTO einen Angriff gemeldet.
Den Angaben der Huthis zufolge fand der Angriff im Rahmen der von der Miliz verhängten Blockade saudiarabischer Schiffe vor dem strategisch wichtigen Hafen von Janbu statt. Janbu ist seit der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran zum wichtigsten Exporthafen für saudiarabisches Öl geworden.
UKMTO zufolge berichtete der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens, dass ein Projektil das Schiff getroffen habe und ein Feuer an Deck ausgebrochen sei. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Umweltschäden registriert worden. Demnach fand der Angriff 63 Seemeilen (knapp 117 Kilometer) westlich von Janbu statt.
Die Spannungen zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien hatten zuletzt deutlich zugenommen. Im Juli hatte die Miliz eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und Angriffe auf saudiarabische Öltanker im Roten Meer verübt.
Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hatte seit 2015 die international anerkannte jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe weitgehend zum Erliegen gekommen. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe drohen diese Feuerpause zu beenden.