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Dax legt zu - Nvidia-Euphorie verpufft wegen Inflationssorgen

  • dts
  • In FINANZEN
  • 27. August 2026, 17:48 Uhr
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Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Donnerstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.367 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start hielt sich der Dax fast durchgängig leicht im Plus.

"So richtig wollte der Funke der Euphorie nach Zahlen und Ausblick von Nvidia nicht auf die Frankfurter Börse überspringen", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Hierzulande haben die Anleger die Inflationssorgen durch die höheren Energiepreise vor die wieder aufkeimende Tech-Fantasie gestellt."

Die Menschen litten immer noch unter den seit einigen Jahren höheren Preisen und verringerten ihren Konsum oder schöben ihn zumindest mal auf, erklärte Lipkow. "Das zeigte sich im GfK-Konsumklimaindex, der zwar leicht besser als erwartet ausfiel, aber immer noch im negativen Bereich notiert und damit einen Abwärtstrend im Konsumverhalten zeigt."

Auch die Zahlen aus dem Einzelhandel in den USA deuteten auf eine Abschwächung des Konsums hin. "Dies nimmt zwar etwas den Druck von der Notenbank, die sich bereits in Form des Ausschussmitglieds Austan Goolsbee, der sich heute für eine restriktivere Geldpolitik aussprach, um die Inflationsgefahren sorgt", erklärte der Analyst. "Weitere Aussagen werden in den kommenden Stunden vom Symposium in Jackson Hole erwartet."

Nvidias Aussagen zu den Investitionen in Rechenzentren hätten gestern Abend die ganze KI-Branche von ihren Sorgen befreit und zumindest die Kurse der Tech-Aktien in Bewegung versetzt, so Lipkow. "Damit bleibt die Stimmung auch im Gesamtmarkt gut, sodass mit einer weiteren Deeskalation im Nahen Osten und einem Jackson-Hole-Symposium ohne große Überraschungen vielleicht auch der Dax zeitnah seine Handbremse lösen und das Allzeithoch in Angriff nehmen kann."

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von SAP, Volkswagen und BMW an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von der Deutschen Telekom, der Commerzbank und Continental.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 68 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 11 bis 14 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 88,64 US-Dollar, das waren 80 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1651 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8583 Euro zu haben.

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