Belgien

Hunderte demonstrieren gegen zunehmende Schusswaffengewalt in Brüssel

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Demonstration im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles Bild: AFP

Hunderte Menschen haben in Brüssel gegen die zunehmende Schusswaffengewalt und Drogenkriminalität demonstriert. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hatte erst am Freitag wegen der Lage Alarm geschlagen.

Hunderte Menschen haben in Brüssel gegen die zunehmende Schusswaffengewalt und Drogenkriminalität demonstriert. Die Demonstranten, darunter zahlreiche Familien, versammelten sich am Sonntag im südlichen Stadtteil Saint-Gilles. "Wir haben die Nase voll von der Gang-Gewalt und dem offenen Drogenhandel auf sämtlichen Plätzen, wo Kinder spielen", sagte der Demonstrant Niels Ladefoged.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hatte erst am Freitag wegen der ausufernden Schusswaffengewalt in der belgischen Hauptstadt Alarm geschlagen und mehr Ressourcen für die Ermittlungsbehörden gefördert. "Jeder kann von einer Kugel getroffen werden", sagte Staatsanwalt Julien Moinil. Seit 2025 wurden in Brüssel nach seinen Angaben bereits rund 170 Schusswaffenvorfälle verzeichnet, davon allein 69 in diesem Jahr. Die überwiegende Zahl der Vorfälle stehe im Zusammenhang mit Drogenkriminalität.

Belgien ist eines der wichtigsten Einfallstore für den Drogenschmuggel in Europa. Der Hafen von Antwerpen gilt dabei als zentrale Drehscheibe. In Brüssel wurden nach Angaben von Moinil seit 2025 rund 350 Bars und Restaurants wegen Verbindungen zum Drogenhandel geschlossen. Zudem seien 3500 Luxusautos beschlagnahmt worden.

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