Sachsen

16-Jährigem tödliche Drogendosis gegeben: Mehr als viereinhalb Jahre Haft in Dresden

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Darstellung der Justitia Bild: AFP

Weil er einem 16-Jährigen Drogen gab, an denen dieser starb, hat das Landgericht Dresden einen 22-Jährigen zu vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Weil er einem 16-Jährigen Drogen gab, an denen dieser starb, hat das Landgericht Dresden einen 22-Jährigen zu vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen gewerbsmäßiger Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige mit Todesfolge, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. 

Demnach sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass der 22-Jährige dem Jugendlichen im Wissen um sein Alter im Oktober in Dresden Crystal Meth und Opioide namens Isonitazen verkaufte. Letzteres übergab er dem Jugendlichen für 20 statt für übliche 60 Euro. 

Der 16-Jährige nahm das Crystal Meth mit dem 22-Jährigen sofort und das Isonitazen später am Abend alleine. Durch die Einnahme beider Substanzen kam es zu einer Vergiftung. Dies wäre laut Urteil für den 22-Jährigen vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Der 16-Jährige erlitt am nächsten Morgen einen Herzkreislaufstillstand. Einige Tage später starb er an einem Multiorganversagen.

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