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Vereinigte Arabische Emirate investieren 40 Milliarden Euro in Deutschland

  • AFP
  • In POLITIK
  • 10. September 2026, 19:27 Uhr
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Bundeskanzler Merz und Präsident al-Nahjan Bild: AFP

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Ein Teil davon ist für neue Rechenzentren vorgesehen, wie aus einer in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der beiden Länder hervorgeht.

Beim Staatsbesuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Deutschland sind Geschäfte in Milliardenhöhe vereinbart worden: Die Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren, wie aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der beiden Länder hervorgeht. Ein Teil davon ist für neue Rechenzentren vorgesehen. Beide Seiten bekräftigten auch die Fortsetzung ihrer "tiefen und dauerhaft angelegten Energiezusammenarbeit". Der Staatschef der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, hält sich derzeit zu seinem ersten Staatsbesuch in Deutschland auf.

Al-Nahjan war zunächst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und später von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfangen worden. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, die deutsch-emiratische Partnerschaft sei geprägt "durch das gemeinsame Bekenntnis zu Frieden, Sicherheit, wirtschaftlichem Wohlstand, der Entwicklung und Nutzung zukünftiger Technologien sowie nachhaltiger Entwicklung".

Die "neuen, hochmodernen" Rechenzentren sollen eine Kapazität von rund einem Gigawatt haben. Merz und al-Nahjan begrüßten auch die Ergebnisse des gemeinsamen Business-Forums sowie die Wiederaufnahme des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses. Dabei seien Vereinbarungen zwischen Unternehmen der VAE und Deutschlands im Wert von insgesamt über 9,3 Milliarden Euro getroffen worden, "die die zunehmende Tiefe der Kooperation zwischen den Privatsektoren beider Länder widerspiegeln".

Mit Blick auf die Bereiche Wirtschaft, Energie und Umwelt vereinbarten beide Seiten zudem die Gründung eines deutsch-emiratischen Investitionsrats "als Plattform zur Förderung von Investitionen und zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren".

Während des Staatsbesuchs kündigten al-Nahyan und Merz der Erkärung zufolge auch einen Ausbau der 2004 begründeten strategischen Partnerschaft an. "Der Strategische Dialog wird die Vertiefung der Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen voranbringen, darunter internationale und regionale Sicherheit, Verteidigung, Handel und Investitionen, Energie und Klima, Zukunftstechnologien, Digitalisierung, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt, Kultur und Bildung". Eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung und Verteidigungstechnologie sei eine "zentrale Säule der Beziehungen".

In der gemeinsamen Erklärung heißt es weiter, beide Seiten "bekräftigten ihre Entschlossenheit, gemeinsam für die Verteidigung der internationalen Ordnung einzutreten". Dies sei angesichts wachsender internationaler Spannungen wichtig.

Mit Blick auf "Frieden, Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten" betonten die Staats- und Regierungschefs die Notwendigkeit von "Diplomatie und Dialog". Al-Nahjan dankte Deutschland für die "entschlossene Unterstützung und Solidarität" angesichts der "iranischen Aggression" im Zuge des US-Kriegs gegen den Iran. Der Bundeskanzler und der Präsident verurteilten demnach "die schwerwiegenden Angriffe der Islamischen Republik Iran auf die VAE und andere Staaten der Region, einschließlich Angriffe auf zivile Infrastruktur, aufs Schärfste". Sie verurteilten auch die faktische Schließung der Straße von Hormus durch den Iran sowie dessen Angriffe auf Schiffe.

Für Donnerstagabend war in Berlin ein Staatsbankett vorgesehen. Am Freitag reist der Präsident der Emirate weiter nach München, wo er am Vormittag von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) empfangen wird. Gegen Mittag nimmt er dann auf Einladung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an einem Wirtschaftsforum teil, danach endet sein Staatsbesuch in der Bundesrepublik.

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