Drei Wochen nach der Flutkatastrophe im Himalaya haben die Behörden in Nepal die Zahl der Vermissten deutlich auf über 6100 erhöht. Bisher war von tausend weniger Vermissten ausgegangen worden.
Drei Wochen nach der Flutkatastrophe im Himalaya haben die Behörden in Nepal die Zahl der Vermissten deutlich auf über 6100 erhöht. "Wir haben Informationen über die Vermissten von den Bezirksämtern zusammengetragen und die Zahl nach einer Überprüfung korrigiert", sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Katastrophenschutzbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Damit stieg die Zahl der Vermissten um fast tausend Menschen.
Es würden nun noch 6150 Menschen vermisst, erklärte die Katastrophenschutzbehörde. Am Dienstag war die Zahl der Vermissten offiziell noch mit 5179 angegeben worden. Unter den Vermissten sind auch hunderte Ausländer, unter ihnen Touristen. Die Zahl der Todesopfer in Nepal bezifferte die Behörde weiter mit 1403 - angesichts der tausenden Vermissten dürfte sie noch deutlich steigen.
Eine gigantische Sturzflut war am 26. August durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China gerauscht. Nach Einschätzung von Experten wurde sie durch einen Gletscherabbruch am mehr als 7000 Meter hohen Berg Langtang Lirung in Nepal ausgelöst. Die riesige Flutwelle aus Wasser, Schlamm und Geröll schoss durch enge Flusstäler und riss auf beiden Seiten der Grenze Häuser, Straßen, Wasserkraftwerke und Menschen mit.
In China kamen durch die Katastrophe laut Berichten von Staatsmedien 43 Menschen ums Leben. Gut 500 Menschen gelten dort noch aus vermisst.
