Nordrhein

33 Millionen Euro Schaden: Netzwerk für illegale E-Zigaretten zerschlagen

img
Eine Frau raucht eine E-Zigarette. Bild: AFP

Der Zoll hat ein Netzwerk zerschlagen, das illegal Einweg-E-Zigaretten aus China nach Deutschland importiert und auf dem Schwarzmarkt verkauft haben soll. Bei einer Großrazzia wurden 13 Menschen festgenommen.

Der Zoll hat ein Netzwerk zerschlagen, das Einweg-E-Zigaretten aus China nach Deutschland geschmuggelt und auf dem Schwarzmarkt verkauft haben soll. Bei einer Großrazzia wurden 13 Verdächtige festgenommen, wie das Zollfahndungsamt Essen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag mitteilte. Die mutmaßliche Bande soll einen Steuerschaden von 33,3 Millionen Euro verursacht haben.

Den Angaben nach sollen vier Angestellte eines E-Zigaretten-Herstellers in China eine Verkaufsstruktur mit Vertriebsagenten und Großhändlern aufgebaut haben. Diese habe dazu gedient, die Vapes illegal nach Deutschland zu bringen. Die Gewinne seien über Scheinfirmen geflossen. 

In Deutschland gebe es 19 Tatverdächtige. Diese sollen die E-Zigaretten angenommen und auf dem Schwarzmarkt verkauft haben - und zwar in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. Mehr als 7,6 Millionen Vapes seien in den Jahren 2024 und 2025 auf diese Weise ins Land gebracht worden.

Bei der Razzia wurden etwa 600.000 illegale E-Zigaretten beschlagnahmt. Gepfändet wurden den Angaben zudem nach Vermögenswerte wie vier Immobilien, ein teures Auto, Luxusuhren, Goldschmuck, Goldbarren und Bargeld im Wert von mehr als 2,2 Millionen Euro sowie 37 Bankkonten.

Zollfahnder aus zahlreichen Orten in Deutschland seien im Einsatz gewesen, außerdem die Polizei und das Technische Hilfswerk. Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) begleitete die Razzia. Die insgesamt 23 Beschuldigten werden demnach der bandenmäßigen Steuerhinterziehung in großem Ausmaß sowie der gewerbsmäßigen, bandenmäßigen Steuerhehlerei verdächtigt.

STARTSEITE