Niedersachsen

Mordprozess um tote Patienten in Hannover: Freispruch für Arzt

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Justitia Bild: AFP

In einem Mordprozess um drei tote Patienten in einem Krankenhaus hat das Landgericht Hannover den angeklagten Arzt freigesprochen. Das Urteil entsprach den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

In einem Prozess um drei tote Patienten in einem Krankenhaus in Hannover hat das Landgericht der niedersächsischen Landeshauptstadt den angeklagten Arzt freigesprochen. Das Urteil entsprach den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung aus ihren Plädoyers, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Ursprünglich hatte die Anklage dem 49-Jährigen Mord vorgeworfen.

Demnach soll er zwischen Mai 2019 und März dieses Jahres als Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover zwei schwer erkrankten Patienten Medikamente gegeben haben, obwohl sie selbst oder ihre Angehörigen dagegen waren. Dadurch seien die Patienten getötet worden. 

In einem dritten Fall soll der Mann als Notarzt in einer Demenz-WG beschlossen haben, eine Patientin trotz medizinischer Gründe nicht in ein Krankenhaus zu bringen, sondern ihr vor Ort tödliche Medikamente zu geben. Die Frau sei eingeschlafen. Weil er ihren Tod habe herbeiführen wollen, soll er ihr laut Anklage noch ein starkes Schmerz- und Betäubungsmittel verabreicht haben. Die Frau sei in der folgenden Nacht gestorben.

Von den Vorwürfen der Anklage rückte die Staatsanwaltschaft im Verlauf des Prozesses ab. Sie forderte in ihrem Plädoyer den Freispruch. Laut Medienberichten wurde der Arzt bereits im Juli mangels dringenden Tatverdachts aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Vorwürfe hatte er im Prozess bestritten.

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