In Singapur müssen Fahrgäste, die in öffentlichen Bussen essen oder ihre Füße auf die Sitze legen, künftig mit Geldstrafen von fast 500 Singapur-Dollar (rund 340 Euro) rechnen.
In Singapur müssen Fahrgäste, die in öffentlichen Bussen essen oder ihre Füße auf die Sitze legen, künftig mit Geldstrafen von fast 500 Singapur-Dollar (rund 340 Euro) rechnen. Die "Verschmutzung" eines Busses oder die Gefährdung anderer Passagiere könne fortan sogar mit bis zu 5000 Singapur-Dollar bestraft werden, teilte die Verkehrsbehörde LTA am Montag in dem südostasiatischen Stadtstaat mit.
Konkrete Regelverstöße nannte die Behörde nicht. Der Begriff Verschmutzung umfasst aber beispielsweise das Erbrechen, Urinieren oder Spucken auf Sitze, Böden oder Handläufe. Auch das Beschmieren mit Lebensmitteln, Schlamm oder Fett fallen darunter.
Singapur ist für seine strengen Vorschriften im öffentlichen Raum bekannt. Wer Müll auf den Boden wirft oder Rauchverbote ignoriert, muss bereits mit empfindlichen Strafen rechnen. Weltweite Schlagzeilen machte auch das 1992 eingeführte Kaugummi-Verbot. Offizieller Anlass dafür waren Verspätungen der U-Bahn, nachdem Passagiere ihre Kaugummis an die Bahntüren geklebt und damit Sensoren gestört hatten.
Mit den neuen Vorschriften gelten nun gleiche Regeln in Bahnen und Bussen. Die Angleichung zielt darauf ab, ein "sichereres, rücksichtsvolleres und angenehmeres Umfeld im öffentlichen Nahverkehr" zu schaffen, wie die LTA mitteilte. Die Behörde kündigte aber an, ihre Beschäftigten würden "Umsicht und Fairness" walten lassen - insbesondere wenn Fahrgäste mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind.
