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Erste Urteile in Prozess um riesiges Waffenarsenal in Wuppertal gefallen

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Justitia Bild: AFP

Im Prozess um ein ausgehobenes Arsenal mit zahlreichen Kriegswaffen in einem Haus in Nordrhein-Westfalen sind vor dem Landgericht Wuppertal zwei Angeklagte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Im Prozess um ein ausgehobenes Arsenal mit zahlreichen Kriegswaffen in einem Haus in Remscheid in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch vor dem Landgericht Wuppertal zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein 38-Jähriger erhielt dreieinhalb Jahre Haft, ein 35-Jähriger zweieinhalb Jahre, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Hauptangeklagte, dem die Staatsanwaltschaft den Besitz des Waffenarsenals vorwirft, steht weiterhin vor Gericht.

Der 60-jährige Hauptangeklagte soll laut Anklage zahlreiche Kriegswaffen zum Weiterverkauf gelagert und an die beiden Mitangeklagten verkauft haben. In dem Waffenlager im Keller eines Hauses wurden unter anderem Sturmgewehre, Maschinenpistolen, Maschinengewehre sowie Pistolen, Revolver und Munition gelagert. Es soll sich laut Ermittlern um einen der größten Waffenfunde in Deutschland handeln.

Nach den Urteilsfeststellungen soll der 38-Jährige sechs Maschinenpistolen und einen Revolver samt Munition von dem Hauptangeklagten gekauft und teilweise mit Hilfe des 35-Jährigen weiterverkauft haben. Zwei Maschinenpistolen wurden demnach an einen Dritten verkauft, die übrigen Waffen an verdeckte Ermittler. Der 35-Jährige soll unter anderem Kunden geworben und sich an den Geschäften beteiligt haben. Beide hätten es dabei auf die Sicherung einer dauerhaften Einnahmequelle abgesehen gehabt.

Die beiden Angeklagten wurden unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz verurteilt. Zuvor hatte es eine Verständigung zwischen den Angeklagten und der Staatsanwaltschaft gegeben. Darin wurde für umfangreiche Geständnisse ein geringerer Strafrahmen in Aussicht gestellt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Das Verfahren gegen die beiden Verurteilten wurde vor der Urteilsverkündung abgetrennt. Im Prozess gegen den Hauptangeklagten sind Verhandlungstage bis Ende Oktober angesetzt.

Bei mehrtägigen Durchsuchungen im vergangenen Oktober in dem Haus in Remscheid wurden rund 300 scharfe Schusswaffen und Munition beschlagnahmt. Daneben entdeckten die Ermittler auch Uniformen, Fotografien, Propagandamaterial und weitere Ausrüstungsgegenstände aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Kellerräume sollen dabei als eine Art Museum genutzt worden sein. Dahinter befanden sich jedoch durch Zwischenwände und getarnte Türen verborgene Räume, in denen ein Teil des Waffenarsenals gelagert war.

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