Ermittler haben die Frau und die Tochter eines berüchtigten ecuadorianischen Drogenbosses in Kolumbien gefasst. Die in ihrer Heimat wegen Geldwäsche gesuchte Inda Peñarrieta und ihre Tochter Michelle Macías wurden im Nordosten Kolumbiens festgenommen.
Ermittler haben die Frau und die Tochter eines berüchtigten ecuadorianischen Drogenbosses in Kolumbien gefasst. Die in ihrer Heimat wegen Geldwäsche gesuchte Inda Peñarrieta und ihre Tochter Michelle Macías wurden bei einem gemeinsamen Einsatz mit der US-Bundespolizei FBI und den ecuadorianischen Behörden im Nordosten Kolumbiens festgenommen, wie Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Die Frauen sollen demnach nach Ecuador ausgeliefert werden.
Die beiden Frauen werden verdächtigt, für das Drogenkartell Los Choneros ihres Mannes beziehungsweise Vaters Adolfo Macías mehr als 25 Millionen Dollar aus dem Drogenhandel gewaschen zu haben. Der Drogenboss war im vergangenen Jahr festgenommen und an die USA ausgeliefert worden, wo er wegen Drogen- und Waffenschmuggels angeklagt ist.
Die Drogengang Los Choneros wird von den USA als terroristische Organisation eingestuft und unterhält Verbindungen zum mächtigen mexikanischen Sinaloa-Drogenkartell.
Erbitterte Kämpfe zwischen Drogenbanden haben Ecuador seit einigen Jahren zum gewalttätigsten Land Südamerikas gemacht. Im vergangenen Jahr lag die Mordrate nach Angaben des Innenministeriums bei 51 pro 100.000 Einwohnern, das entspricht einem Mord pro Stunde. Das Land liegt zwischen den beiden weltgrößten Kokain-Produzenten Kolumbien und Peru und hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenschmuggel Richtung USA und Europa entwickelt.
