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München (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Stiftung Familienunternehmen, Rainer Kirchdörfer, warnt vor einer Katastrophe für den Standort Deutschland, sollten die Verschonungsregeln für Firmenerben bei der Erbschaftsteuer wegfallen. "Die Verschonungsregeln für Betriebsvermögen wie Fabriken, Maschinen, Patente sind für Familienunternehmen existenziell wichtig. Sie dienen dazu, dass Familienunternehmen über Generationen hinweg bestehen können", sagte Kirchdörfer der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).
Wenn diese Verschonungsregeln wegfielen, "wäre das für den Standort Deutschland eine Katastrophe." Man dürfe "weitere Verschlechterungen der Standortbedingungen auf keinen Fall zulassen", warnte der Vorstand der Stiftung, in der viele größere deutsche Familienunternehmen organisiert sind.
Das Ausland beneide Deutschland um seine große Vielfalt an kleinen, mittleren und großen Familienunternehmen. "Höhere Erbschaftsteuern auf Betriebsvermögen würden dazu führen, dass Familienunternehmen weniger Mittel für Investitionen zur Verfügung hätten. Im Endeffekt würden sie auch Arbeitsplätze kosten. Es kommt entscheidend darauf an, die Verschonungsregeln für Betriebsvermögen zu erhalten", sagte Kirchdörfer der "Rheinischen Post".
Am Montag und Dienstag verhandelt das Bundesverfassungsgericht mündlich über Verfassungsklagen gegen die Erbschaftsteuer-Regeln.
