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Dax gibt deutlich nach - internationale Krisenherde belasten

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  • In FINANZEN
  • 19. Oktober 2026, 17:44 Uhr
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Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Zum Wochenstart hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.319 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

"Während sich die deutschen Standardwerte in den vergangenen Handelstagen noch vergleichsweise robust gegenüber dem Ausverkauf im US-Technologiesektor gezeigt hatten, ist diese relative Stärke heute ins Wanken geraten", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

"Sorgen bereiten Hinweise auf mögliche Einschränkungen des US-Flugverkehrs über dem Nahen Osten, die Spekulationen über eine weitere militärische Eskalation im Iran nähren. Gleichzeitig wird in Washington über eine Lockerung der Beschränkungen für russische Öltanker nachgedacht. Damit geraten zwei ohnehin hochbrisante Konflikte auch wirtschaftlich zunehmend in Wechselwirkung. Die Energiepreise werden immer stärker zum Bindeglied geopolitischer Risiken und zu einem entscheidenden Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte."

"Hinzu kommen die angespannten Entwicklungen in Frankreich und Indonesien. Erinnerungen an die Asienkrise von 1997 und die europäische Schuldenkrise von 2011 werden wach. Noch ist die Situation mit diesen historischen Verwerfungen nicht vergleichbar, doch die wachsende Zahl gleichzeitiger Krisenherde erhöht die Gefahr von Ansteckungseffekten. Für die Anleger wird es zunehmend schwieriger, die Risiken einzelner Regionen und Anlageklassen voneinander zu trennen."

In einem solchen Umfeld schwinde die Bereitschaft, hohe Bewertungen insbesondere im Technologiesektor zu akzeptieren. Die Gefahr einer breiteren Neubewertung an den Aktienmärkten und größerer Umschichtungen zwischen den Anlageklassen wachse. "Noch bilden die überwiegend soliden Unternehmensgewinne ein wichtiges Gegengewicht zu den geopolitischen und inflationären Risiken."

"Die Börsen stehen damit vor einer Bewährungsprobe. Solange die Unternehmensgewinne überzeugen und die Inflation nicht erneut außer Kontrolle gerät, bleibt das Marktgefüge einigermaßen stabil. Sollte jedoch eine dieser beiden Stützen wegbrechen, könnte aus der aktuellen Nervosität schnell eine deutlich umfassendere Korrektur werden. Die größte Gefahr für die Aktienmärkte ist derzeit nicht ein einzelner Krisenherd, sondern das gleichzeitige Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1217 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8915 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.145 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,81 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 108,00 US-Dollar, das waren 182 Cent oder 1,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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