Weil sie illegal teils auch gefährlichen Müll nach Tschechien gebracht haben, hat das Landgericht im bayerischen Weiden in der Oberpfalz zwei Männer zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt.
Weil sie illegal teils auch gefährlichen Müll nach Tschechien gebracht haben, hat das Landgericht im bayerischen Weiden in der Oberpfalz zwei Männer zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der Hauptangeklagte soll für viereinhalb Jahre in Haft, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Der Mitangeklagte erhielt eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.
Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 43 Jahre alte Hauptangeklagte Geschäftsführer eines Abfallentsorgungsbetriebs war. Seit 2024 wurde nach seiner Anweisung bewusst gefährlicher und nicht gefährlicher Müll illegal nach Tschechien und Polen gebracht. Der mitangeklagte 57 Jahre alte Mann unterstützte ihn dabei, indem er die Abfalltransporte organisierte.
Rund 620 Tonnen nicht gefährliche Abfälle und etwa 140 Tonnen gefährliche Abfälle wurden im Tatzeitraum über die Grenze gebracht. Der gefährliche Abfall bestand hauptsächlich aus Batterien und deren Abfallprodukten. Laut Kammer handelte der 43-Jährige aus Gewinnsucht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
