Fast 33 Jahre nach dem Mord an einem dreizehn Jahre alten Mädchen auf einem Reiterhof im bayerischen Wiesenfeld hat das Landgericht Würzburg in der Neuauflage eines Cold-Case-Prozesses den Angeklagten verurteilt.
Fast 33 Jahre nach dem Mord an einem dreizehn Jahre alten Mädchen auf einem Reiterhof im bayerischen Wiesenfeld hat das Landgericht Würzburg in der Neuauflage eines Cold-Case-Prozesses den Angeklagten erneut verurteilt. Gegen den Mann sei wegen Mordes eine Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verhängt worden, teilte eine Gerichtssprecherin am Montag mit.
Bereits in einem ersten Prozess war der Mann verurteilt worden, wegen Rechtsfehlern hatte der Bundesgerichtshof aber eine neue Verhandlung angeordnet. Im ersten Verfahren hatte der Angeklagte eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren erhalten.
Mit der Verurteilung wegen Mordes folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft, diese hatte auf eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren und damit dieselbe Strafe wie im ersten Verfahren plädiert. Die Verteidigung hatte genau wie der Angeklagte selbst auf Freispruch plädiert.
Die 13 Jahre alte Sabine war im Dezember 1993 getötet worden. Der Fall konnte lange Zeit nicht aufgeklärt werden und galt als Cold Case. Erst durch neue Ermittlungsmethoden kam er wieder ins Rollen.
Der zur Tatzeit 17-Jährige soll das Mädchen, das bei der Versorgung der Pferde auf dem Reiterhof half, auf den Tennenboden des Stalls gelockt haben, um sich an ihr zu vergehen. Als sie sich wehrte und um Hilfe rief, soll er sie geötet haben. Nach der Tat warf er die Leiche in eine Güllegrube, wo sie zwei Tage später entdeckt wurde.
