Autoindustrie

Bundesregierung will US-Auftritt von Audi-Chef nicht kommentieren

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Regierungspressekonferenz am 26.10.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten nicht öffentlich bewerten. "Wir kommentieren grundsätzlich derartige unternehmerische Entscheidungen nicht", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

Döllner war bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Georgia gemeinsam mit Trump aufgetreten. Während Trump sein übliches Programm abspulte, bedankte sich Döllner für dessen Unterstützung und bestätigte eine milliardenschwere Investition in den USA. Damit soll Döllner gegen die eigenen Neutralitätsregeln von Audi verstoßen haben, die vorsehen, dass das Unternehmen in den letzten drei Monaten vor Wahlen keine öffentlichkeitswirksamen Termine mit kandidierenden Politikern wahrnimmt.

Besonders deutlich fiel die Reaktion der Arbeitnehmervertreter aus. VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo warf Döllner vor, dem US-Präsidenten im Wahlkampf geholfen zu haben. Auch IG-Metall-Chefin Christiane Benner kritisierte den Auftritt scharf. Hintergrund ist nicht zuletzt Trumps umstrittene Politik gegenüber Minderheiten sowie seine Zollpolitik, mit der er Unternehmen dazu bewegen will, mehr in den USA zu produzieren.

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