In Baden-Württemberg sind die Ermittlungen gegen einen Lastwagenfahrer eingestellt worden, der eine Frau und ein Kind mit dem Fahrzeug tödlich erfasste.
In Baden-Württemberg sind die Ermittlungen gegen einen Lastwagenfahrer eingestellt worden, der eine Frau und ein Kind mit dem Fahrzeug tödlich erfasste. Ursache für den Vorfall war ein medizinischer Notfall, wie die Polizei Konstanz und die Staatsanwaltschaft Rottweil am Dienstag mitteilten. Demnach handle es sich um einen tragischen Unfall.
Der 54-Jährige hatte im März in Schramberg mit seinem Lastwagen die Frau und das Kind erfasst, beide erlagen ihren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann daraufhin vor, den Lastwagen gefahren zu sein, obwohl er wegen gesundheitlicher Probleme nicht dazu in der Lage gewesen sei. Zuvor eingenommene Medikamente sollen zu einer kurzzeitigen Bewusstseinsstörung geführt haben.
Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung der Ermittlungen nun damit, dass dem Mann kein Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht nachgewiesen werden könne. Er habe sich in ärztlicher Behandlung befunden, sei zum Zeitpunkt des Unfalls aber nicht arbeitsunfähig geschrieben gewesen.
Es habe auch nicht nachgewiesen werden können, dass er sich über Zweifel an seiner Fahruntüchtigkeit hinweggesetzt oder die Medikamente falsch eingenommen hätte. Eine neue unerwartete medizinische Ursache für eine kurzzeitige Bewusstseinsstörung habe nicht ausgeschlossen werden können.
