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Die Ukraine hat nach russischen Angaben wieder Ölraffinerien in Russland attackiert. "Eine Zeit lang gab es eine Pause. Heute haben die Angriffe auf die Öleinrichtungen aber wieder begonnen", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak am Freitag im Staatsfernsehen. Ihm zufolge wurden in der Nacht drei Ölraffinerien und ein Gas-Chemiewerk ins Visier genommen. Aus Kiew gab es zunächst keine Stellungnahme.
Nowak machte keine genauen Angaben zu den Orten der nach seinen Angaben attackierten Einrichtungen. Er versicherte aber, dass nur "geringe Schäden" entstanden seien. "Insgesamt" habe die russische Flugabwehr gut funktioniert. Nowak ist für den russischen Energiesektor zuständig.
Das unabhängige russische Nachrichtenmedium Astra berichtete von einem Angriff auf eine Raffinerie in der Region Samara, rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Dazu veröffentlichte Astra Bilder, auf denen schwarze Rauchschwaden in den Himmel aufstiegen. Samaras Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew erklärte im Nachrichtendienst Max, dass zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden seien.
Als Reaktion auf die russischen Angriffe hat die ukrainische Armee immer wieder Attacken auf die russische Energieinfrastruktur ausgeführt, um die Öl- und Gas-Einnahmen des Kreml zu schmälern. In den vergangenen Tagen hatten die ukrainischen Truppen diese Angriffe aber ausgesetzt. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Kiew scharf für die Angriffe kritisiert, weil er sie für die steigenden Energiepreise verantwortlich machte.
Mitte Oktober hatte Trump dann eine Energie-Waffenruhe verkündet, die allerdings nicht von Bestand war. Zuletzt hatte er eine Vereinbarung mit Russland zu Lieferung von Diesel-Kraftstoff in die USA geschlossen.