Weil er seine Freundin verletzte und als Geisel hielt, hat das Landgericht Düsseldorf einen bereits verurteilten Mörder zu zehn Jahren Haft verurteilt. Die Kammer ordnete zudem seine Unterbringung an, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.
Weil er seine Freundin verletzte und als Geisel hielt, hat das Landgericht Düsseldorf gegen einen bereits verurteilten Mörder zehn Jahre Haft verhängt. Die Kammer ordnete zudem seine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung an, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Demnach sahen es die Richter als erwiesen an, dass der heute 38-Jährige seine damalige Freundin im Dezember misshandelte und einsperrte.
Das Paar wohnte zusammen in einer Wohnung in Düsseldorf. Dort hielt er sie fest und verletzte sie. Mit dem Urteil ging die Kammer über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Sie hatte auf neun Jahre Haft und Sicherungsverwahrung plädiert. Die Verteidigung forderte einen Freispruch.
Der 38-Jährige war 2013 im Falle des sogenannten Maschsee-Mordes zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Hannover ordnete damals zudem die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik an. Der Mann hatte 2012 eine 44-jährige Frau aus dem Rotlichtmilieu erstochen und zerstückelt. Die Leichenteile warf er in den Maschsee in Hannover. Nach Verbüßung der Strafe kam er im vergangenen Jahr wieder frei.
